Gestern war ich mal wieder im Kino. So langsam könnte mich man dort mit Namen begrüssen. Irgendwie bin ich ja fast wöchentlich dort anzutreffen… nun gut, auch Kuschti sollte man im Maxx langsam kennen, denn er war ja auch mit von der Partie. Gestern hat uns dann auch noch Lüsu begleitet. Sie kannte den Film auch noch nicht.
Da ich noch bis fast halb Acht gearbeitet habe, gingen wir in in die Nocturne Vorstellung. Zuvor noch etwas im Sam’s essen – wie üblich. Die Tickets à 12 Fr. hatte ich mit meiner CinéCard bereits online gekauft und auch gleich ausgedruckt.
Wir haben uns – wie der Titel hier im Blog bereits andeutet – “Der goldene Kompass” angesehen. Der Film läuft ja schon seit mehreren Wochen, also musste ja irgendetwas dran sein.
Dieser Fantasyfilm ist eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Philip Pullman. In dieser Parallel-Welt existieren die Seelen der Menschen als tierische Begleiter – so genannte Dämonen.
Das Magisterium ist das grösstes Macht-Gremium in dieser Welt und hat das Interesse, wissenschaftliche Ergebnisse gegenüber dem Volk zu “filtern”. Daher ist auch der Wissenschaftler vom Jordan Collage in Oxford und Onkel der Hauptfigur Lyra (Dakota Blue Richards) Lord Asriel (Daniel Craig) ein Dorn im Auge des Magisteriums.
Dann gibt es noch die Agentin des Magisteriums, Marisa Coulter (Nicole Kidman), einen Luftfahrer (Sam Elliott), eine Hexe (Eva Green) und die Anführer des Magisteriums (Derek Jacobi und Christopher Lee), was das Staraufgebot komplettiert.
Lyra hört per Zufall Informationen über “Staub” (nicht den in meiner Wohnung), was sie aktiv werden lässt. In der Geschichte dann ist sie plötzlich die Auserwählte irgendeiner Vorhersagung. So überrascht es dann auch nicht, dass sie den vom Schuldirektor geschenkt bekommenen goldenen Kompass als einzige bedienen kann, die entführten Kinder rettet, und nebenbei noch die Probleme aller anderen Begleiter löst (Stichwort Eisbär, Luftfahrer, Gybter-Frau,…)
Der Film hat in meinen Augen ein Problem: Es ist zu viel Geschichte für 2 Stunden Film. Als Neuling in diesem Universum hat man kaum eine Chance, all die Namen, Orte und Geschehnisse auf der Reihe zu halten. Schade ist auch, dass aufgrund der vielen Filmschauspiel-Stars jeder einzelne wieder zu kurz kommt – zumal ja eigentlich Lyra die Hauptfigur ist.
Irgendwie ist das einfach ein Kinderfilm (ist ab 10 Jahren, wenn ich mich recht erinnere), der 08/15-gestrickt daher kommt, keine sonderlichen Überraschungen bietet und ein Ende hat, welches Nachfolger ermöglicht, aber nicht zwingend voraussetzt.
Das ist denn ja auch der Plan der Macher gewesen: Die Romanvorlage bietet Material für einen Drei-Teiler, aber man will erst mit dem zweiten Teil starten, wenn man sieht, dass der erste Teil seine Kosten einspielen konnte.
Denn Kosten sind durch die aufwendigen Computer Animationen sicher entstanden. Der Film hat eine glaubwürdiges Setting, welches erkennen lässt, dass man sich an einem komplett anderen Ort befindet. Alles ist aus einem Guss. Die Dämonen sind teil sehr überzeugend umgesetzt worden… aber haben teils auch klare Erkennungsmerkmale der Computertechnik drin (Stichwort: Dämon/Affe von Marisa Coulter)
Meine Wertung für diesen Film: 2.5/5 Punkten.