Battlefield Bad Company

Letzten Samstag war es soweit, ich erwartete Battlefield Bad Company. Ich stand also um ca. 10:00 Uhr auf und torkelte auf direktem Wege runter zum Briefkasten. Dabei ist mir noch die neue Nachbarin entgegen gekommen, welche mich lächelnd grüsste… musste wohl an meiner Schlafzimmer-Frisur und dem Kissenabdruck im Gesicht gelegen haben…

War mir aber egal, ich wollte nun zocken! (So läuft das, wenn man Prioritäten hat). Also Disc auspacken und einlegen. Ich habe mich dann gleich an die Solo-Kampagne gemacht. Dabei wollte ich es so starten, dass ich möglichst bald auch Erfolgserlebnisse habe und startete mit dem Schwirigkeitsgrad „Leicht“. Ja, als ich dann den ersten von ±7 Levels durch hatte, bekam ich aber kein Achivement. Also kurz nachsehen. Achivements gibt’s erst ab „Normal“. Ok, Neustart und den Level nochmals auf „Normal“ spielen, was im Nachhinein nicht merklich schwieriger war. Mein Aiming hatte sich dafür auch wieder etwas eingespielt. Zuvor war das noch mit einkreisenden Bewegungen und Dauerfeuer etwas ineffizient…

Aktuell bin ich mit der Solokampagne fast durch, glaube ich (für Insider: Ich muss Brücken sprengen, damit die Panzer nicht mehr drüber kommen) – was aber nicht heisst, dass die Kampagne extrem kurz ist…. Mein Fazit des Solo-Parts habe ich dennoch schon gezogen: Auf der einen Seite macht das Teil alleine schon sehr viel Spass. Die Grafik finde ich overall ok – also ist keien neue Messlatte, aber mies siehts nicht aus. Lustig und effizient zugleich sind die fast komplett zerstörbaren Gebäude. Der Sound ist fast schon auf Call-of-Duty-Level (bombastische Explosionen, Musikuntermalung), hat aber bei Zwischensequenzen einen kleinen Bug mit der Lautstärke. Die Story ist mal was neues und macht Spass. Auch die Charaktere finde ich sehr unterhaltsam.

Im Solopart fand ich auch die Fahrzeuge sehr spassig. Mit dem Golfplatz-Wägelchen auf einen Wachtturm zuzufahren war schon lustig, mit dem Helikopter Wälder flach zu legen machte nicht weniger Spass und dann mit dem Boot auf dem genial dargestellten Wasser der Sonne entgegen und den Raketen aus dem Weg zu fahren rundete das Fahrerlebnis schön ab.

Auf der anderen Seite aber hatte die Kampagne auch schon so ihre Schattenseite. Und ich wusste da nie so recht, ob das schon ein Trimming auf den Onlinepart war. Denn: Eigentlich ist es ja extrem super, dass die Gegner die ich schon mal von der Karte befördert habe auch nach meiner Wiedergeburt nicht zurück gesetzt werden (gilt fast immer), aber mein Respawn ist entweder direkt vor der Mündung des gegnerischen Panzers (und zwar genau dort) oder aber so weit entfernt, dass ohne ein Fahrzeug (welche mir mit der Zeit auch mal ausgingen) ein mehrminütiger Marsch bevor stand (Für Insider: Spawn Kloster, Ziel Küste). Das war etwas demotivierend.

Dennoch bleibt uner dem Strich eine sehr unterhaltsame und abwechslungsreiche Solo-Kampagne, welche ich ziemlich sicher auch noch auch “Schwer” angehen möchte. Gespannt bin ich nun aber, ob das Teil auch im Multiplayer das hält, was Soulwounder versprochen hat. Dazu wären aber noch ein paar Rekrutierungen in die “B”-Company nötig. Bis jetzt hat Soulwounder, Kuschti und ich das Spiel. Wer wäre sonst noch dabei?

Tokyo Game Show 2008, Review

Wie nun schon seit fast einem Jahr geplant, sind wir am Samstag nun an einer der grössten Game-Messe gewesen – an der Tokyo Game Show 2008 (TGS08). Die TGS08 findet jährlich in der Makuhari-Messe, welche mit dem Schnellzug von Tokyo aus innerhalb gut 30min erreichbar ist. Das war insofern einfach zu finden, da man einfach nur der riesen Menschen-Masse folgen musste.

Get into the hall

Erwartet wurden für die 4 Tage gut 180’000 Besucher – alleine am Samstag waren es etwas über 70’000. Nun, so wie wir anstehen mussten, scheint dies schon möglich. Wo wir ja auch gleich beim ersten Punkt sind: Anstehen. Wir sind also mal einfach der Menschenmasse geflogt, welche sich dann auch vor der Halle in eine Kolonne stellte, ohne das diese gross organisiert werden musste (Japaner eben). Wir bemerkten aber, dass es dann bald auch noch eine zweite Kolonne entstand, welche an einem komplett anderen Ort endete. Tia, hier waren zwei Kassen für Eintrittsbilette, also blieben wir.

Nachdem wir dann langsam die Kasse erreicht hatten, konnten wir unsere Billete kaufen (1’200¥ pro Person). Aber beim dortigen Eingang durften wir nicht rein: nur für Presse. Ja super, also raus, …in die andere Kolonne stehen. Hier ging es etwas flüssiger zu, was nur noch gut 12-20min dauerte, bis wir dann wieder zu einer Kasse kamen. Wir hätten unsere Tickets also auch dort kaufen können. 

Aber: Total 5 Kassen sind halt schon nicht gerade viele, wenn man mit so vielen Besucher rechnet. Weiter ist es für nicht-japanisch sprechende schon noch schwer, die Anweisungen des Personals zu verstehen, wer wo anstehen soll. Auch die Schilder waren nur in japanisch geschrieben. Daher muss ich für die Organisation der TGS schon mal heftig Punkte abziehen.

TGS, the exhibition

Einmal in der Halle angekommen, gleich dann das nächste Schild (welches wir sogar verstanden): Keine Fotos! Wie jetzt? Wir haben alle unser Equipment mitgenommen und sollen das nun nicht verwenden dürfen? Ach, die da vorne machen auch Fotos, also was solls… weiter gehts.

Ja, auch hier ging es allgemein etwas beengter zu und her, als an einem Autosalon in Genf. Dort hat es am Tag auch so zwischen 60′-70’000 Besucher, ABER verteilt auf gut 105’000qm. Im Vergleich: Die Makuhari-Messe hat eine Fläche von 210’000qm. Das Problem: Die eigentliche TGS findet nur in den Hallen 1-8 statt. Die so zur Verfügung stehende Ausstellungsfläche ist dann noch 54’000qm.

Auch muss ich im Nachhinein festhalten, dass es für mich die Messe von den Ausstellern her unvollständig war. Es fehlten Nintendo, ActivitionBlizzard und auch Ubisoft. Und sicher noch viele mehr, welche man an einem solchen Event erwarten würde. Nintendo hat angekündigt nicht zu kommen (anderes Zielpublikum), Blizzard hat in den Tagen ihre eigene Messe gehalten (BlizzCon) und Ubisoft… ich weiss es nicht.

Highlights

Der Microsoft/XBOX360 Stand gehörte sicher zum besten Stand an der TGS. Dort gab es viele Spiele zu sehen und auch anzuspielen (mit z.T. bis zu 120min Anstehen… nein, wir standen nicht an). Das waren dann aber nicht irgendwelche Kamellen vom letzten Jahr, nein ein Street Fighter IV (welches wir schon im Club Sega sehen konnten) alleine schon war ein Highlight. Dann, dass TEKKEN auch für XBOX erscheint, und auch Trailer von Star Ocean heitzen unser Gamer-Hertz an.

Sony war ebenfalls gut vertreten. Killzone 2, LittleBigPlanet und FinalFantasy XIII (bei SquereEnix) für die PS3 waren sehr interessant, aber auch die PSP konnte mit der neuesten Hardwareauflage PSP-3000 und neuen Games ein schönes Lineup aufzeigen.

Bei Electronic Arts war mein Hightlight Need for Speed Undercover, welches ja auch schon bald erscheinen wird. Dies war natürlich anspielbar, wir aber waren dort etwas abgelenkt (zudem hätte man wieder gut 90min fürs Spielen anstehen müssen).

Biohazard (bzw. Resident Evil) dann schlussendlich konnte mit einem neuen Trailer aufwarten, der bei Capcom dann auch stets in der Dauerschlaufe lief. Auf diesem Spielkonzept hat Capcom dann auch gleich noch zwei weitere Spiele in der Mache (fragt nicht welche, ich habs mir nicht gemerkt).

Resumé der TGS

Es war mal interessant, die TGS zu besuchen. Aber nur wegen der TGS würde ich nicht nach Tokyo reisen. Die Organisation beim Eintritt, das Fehlen wichtiger Publisher und Entwicklerstudios und der von der TGS nicht zu ändernde Nachteil direkt nach der GamesConvention/GamesCom (grösste europäische Game-Messe, August) zu sein, sind gravierende Mängel, welche durch die Highlights nicht negiert werden können.

Ich würde meinen: Nächstes Jahr in Leipzig/Köln an der GamesConvention/GamesCom… wenn sich bis dann dieses androhende Dilema gelöst haben sollte.

Commadore 64, oder: wie alles begann

Wie ich gerade im Tagi online lese, hat jemand seinen Commadore 64 für 5’000 Franken verkauft. Wenn ich da die Bilder so ansehe, kommen bei mir wieder nostalgische Gefühle auf. Ach waren das noch Zeiten, als das Betriebssystem binnen weniger Sekundenbruchteilen hochgefahren war. Von so was kann man heute nur noch träumen. Eigentlich brauchen heute Betriebssysteme ja immer länger zum Starten…

Und genau: Summer Games. Wie haben wir hier die Joysticks gequält. Ich bleib immer noch bei meiner Theorie, dass das Spiel von Joystick-Herstellern subventioniert war. Bei Kollegen gingen die Dinger haufenweise dahin… nur mit diesem Spiel.

Ach, da war die Welt noch in Ordnung. Und trotzdem: diese Kiste war mein Verderben. Animierte Sprites haben mich damals dazu bewogen, Seitenweise Codezeilen aus Zeitschriften abzutippen, nur um am Schluss einen Ballon über den Bildschirm fliegen zu sehen (ok, bei mir flog nur irgendein Pixelhafen vorüber, musste mich beim Bit-Zählen wohl verrechnet haben).

Und trotzdem blieb ich am Ball. Auf die Basic-Sprache folgte Turbo Pascal in DOS, dann Visual Basic auf Windows und heute schreib ich C# im Büro und lerne noch den C-Syntax, um auch auf dem iPhone einen Ballon über den Bildschirm fliegen zu sehen…