Feed a Fever – Der andere RSS Reader

Fever°-Apple

“Was, schon wieder ein neuer RSS-Reader?” denst du jetzt sicher. Ja, zugegeben, das war auch einer meiner ersten Gedanken. Gerade jetzt, wo ich mich doch mit Google Reader so gut eingerichtet habe. Mit GR werden ein paar Features ermöglicht, welche mit meinem letzten RSS-Dienst NewsGator nicht gingen (oder ich hab nicht rausgefunden wie). So kann ich mir Posts als Favoriten speichern, oder mit anderen Teilen. Ich kann (habe ich auch erst heute kennen gelernt) sogar Posts mit Tags versehen, um diese dann später wieder zu finden. Google Reader kommt eigentlich ohne dediziertem Reader-Programm aus, da es primär eine reine Online-Applikation ist.

Bei all der Schwärmerei für Google Reader, warum denn nun schon wieder ein neuer RSS-Reader? Nun, zuerst sicher mal mein Gadget-Trieb! Mit ziemlicher Sicherheit ist das wohl das entscheidenste “Argument” für den neuen RSS Reader. Aber meine selten hervorkommende rationelle Seite findet auch ein gewisses Interesse an dem neuen Reader, an Fever. Fever beschreibt gleich in den ersten Sätzen ein Problem, welches mir nicht unbekannt ist:

Your current feed reader is full of unread items. You’re hesitant to subscribe to any more feeds because you can’t keep up with your existing subs. Maybe you’ve even abandoned feeds altogether.

Ja, mein Google Account muss eigentlich täglich konsultiert werden, damit die ungelesenen Posts nicht überhand nehmen. Und ja, ich überlege mir bei jedem RSS-Anbieter wirklich auf’s neue, ob ich den Feed aufnehmen will, da ich mit den aktuell abonnierten schon genügend “Arbeit” habe. Aber aufgegeben hab ich RSS nicht, da es mir einfach zu viele Informationen liefert, auf welche ich auch in meiner geschäftlichen Funktion nicht verzichten kann.

Die grosse Gretchenfrage bleibt aber dennoch: Wie will Fever diese Probleme lösen? Ich hab mir das Ding nun mal gekauft (30$) – ohne es je live gesehen zu haben. Nachdem ich eine Ewigkeit auf meine Lizenz warten musste (PayPal schien ein Problem gehabt zu haben), konnte ich es endlich aktivieren und schnell einrichten.

Fever°

Der erste Blick ist interessant: Man mag es dem Bild oben nicht so gut erkennen, aber der Reader scheint Zusammenhänge zu erkennen! (in der Hot-Ansicht) Der fügt mir all meine Posts aus all den Feeds Themenmässig irgendwie zusammen. Das finde ich irre interessant.

Was aber damit sonst noch alles besser gehen sollte, kann ich im Moment noch nicht sagen. Dafür hab ich noch zuwenig Erfahrungen sammeln können. Ich werde aber sicher noch ein ausführlicheres Review schreiben, wenn ich dann auch ein paar Erfahrungen machen konnte, wie sich Fever ins tägliche Internet-Leben einfügt.

“Verwande Beiträge Anderer”-Plugin

Aufgrund meiner Brainstormingphase, wie mein Blog künfitg aussehen und bieten soll, habe ich eine weitere Idee gehabt. Es gibt ja das bekannte Plugin, dass ich verwante Beiträge am Ende eines Posts darstellen kann. Dort wird dem Leser gezeigt, was Themenmässig sonst noch so auf meinem Blog zu finden ist.

Ich frage mich nun aber, ob ein Leser nicht auch einen Mehrwert kriegen könnte, wenn ich ihm Posts anderer Blogger zeigen könnte. Posts, welche Themenmässig passen könnten. Wie wäre es, wenn in der Sidebar eine Liste von Beiträgen erscheinen würde, welche einen ähnlichen Content/Context hätten, wie der aktuelle Beitrag, ABER eben nicht aus dem eigenen Blog stammt, sondern aus den Blogs meiner Blogroll zum Beispiel.

Der Vorteil wäre sicher, dass sich ein vernetzeres Bild an Informationen bilden könnte. Ein Leser könnte sich zu einem Thema besser informieren. Beispiel WWDC: Hierzu wurden von uns allen irgendwelche Posts generiert. Aber alle Authoren schreiben darüber in einem anderen Kontext. Der eine schreibt mehr über den Event TWWDCBE, der Andere mehr über die erhaltenen Facts von der WWDC.

Auf der anderen Seite müsste man sich bewusst sein, dass ich dadurch auch Leser “gezielt” auf andere Blog leite. Ich würde also ermöglichen, dass der Beitrag eines anderen Bloggers in einem neuen Fenster geöffnet wird, damit ich den Leser nicht gleich verliere.

Was meint ihr? Gibt es das schon und ich hab mal wieder ein Gedanken gehabt, der schon 100e vor mir hatten, oder ist das Konzept/die Idee so blöd und unnütz, dass das gar niemand will?

The new adventure of old itchy

Jedesmal wenn ich einen neuen Blogpost schreiben will, scheut mich die gleiche Arbeit: Das Startseiten-Bild. Das und ein paar andere Dinge nehme ich zum Anlass, meinen Blog zu überarbeiten. Dazu starte ich auf der Startseite ganz oben. Ich mache mir zuerst mal Gedanken, wie das Brand der Seite aussehen soll. namics hat mit ihrer Art sicher auch “Schuld” daran, wie sich meine Gedanken nun entwickeln. Hier mal meine beiden Varianten, inkl. grobem Lösungsbeschrieb:

namics-like Idee aufgreifen: Auf Basis von meinen Twitter-Posts werden die letzen paar auf Hashtags untersucht. Das Ergebnis wird dann reduziert, dass eine bestimmte Anzahl Zeichen pro Zeile nicht überschritten wird. Am schluss wird das Wort “itchy.” hinzugefügt. Dies würde meinem Blog eine Aussage meiner aktuellen Beweggründe geben.

bloggen. twitter. fernlöschung. api. blog.
cool. mba. scm. 3gs. applefever. itchy.

Letzten Tweet als Brand: Es wird einfach der letzte Tweet genommen (der nicht adressiert war) und fügt als Author noch “itchy” hinzu. Damit wäre eine weitere Integration gar nicht mehr wichtig. Man könnte auch den Author-Text noch durch einen Link zum Twitter-Profil erweitern – oder zur “About”-Seite…

überlege mir gerade “ein Abenteuer” #twitter
#api #blog … bin am recherchieren itchy

Vielleicht der besseren visualisierung wegen. Das könnte dann (mit dem aktuellen Theme) etwa so aussehen:

itchy

Ja, es ist mir schon klar, dass das einfach eine simple Twitter-Integration ist. Aber das entscheidende: Der Twitterstatus erfüllt auch den Zweck des Brands! Da steht sonst nirgendwo mehr auf welchem Blog, man sich befindet – auch keine Grafik oder so.