Überraschung, Überraschung

Die CinéCard von Kitag bietet ein Feature, das sich Ü-Film nennt. Kurz um: Man kauft sich ein Kino-Ticket, weiss aber nicht, was man sich ansehen geht. Das einzige was sicher ist, ist dass man den Film noch nicht gesehen hat, da er eigentlich noch gar nicht läuft (zumindest noch nicht in dem Kino/Land).

Der Film kann dann auch irgendwas sein, was man sich sonst nicht ansehen gehen würde. Vielleicht ist dies etwas verständlicher, wenn ich mal aufzähle, was so in der Vergangenheit gezeigt wurde:

Monat Film
März 07 Alpha Dog (ZH/BE/SG) / Music and Lyrics (BS)
April 07 Heartbreak Hotel
Mail 07 Hot Fuzz
Juni 07 Shrek the Third
Juli 07 Next
August 07 Evan Almighty
September 07 The Bourne Ultimatum
Oktober 07 Premonition
November 07 Meine schöne Bescherung (ZH/SG) / Lions for Lambs (BE/BS)
Dezember 07 Bee Movie
Januar 08 The Mist
Februar08 Cloverfield

Ja, ich glaube, das verdeutlicht in etwa, was als Ü-Film gezeigt werden könnte. Es gibt kein Muster, kein präferiertes Genre, keine Qualitätsgarantie. Für dieses Event lassen sich im Speziellen auch nicht Tickets reservieren, sondern nur kaufen.

Nun gut, Kuschti, ScratG und ich haben uns mal auf dieses Experiment eingelassen und uns für die 12 Stutz ein Ticket gekauft. Man geht also ins Kino, schaut sich die Trailer an – und rätselt immer mehr, was denn nun als Film dann startet.

Wir waren zuerst der Meinung, dass Filme, welche als Trailer liefen, dann nicht mehr in Frage kommen würden. Da hatten wir uns aber geirrt – und eine Menge anderer im Saal auch. Und dann startete der Film und man war überrascht… wenn gleich es bei mir gemischte Gefühle waren. Aber dazu mehr im Post zum Film: Cloverfield.

Das Ganze war aber schon extrem witzig. Die Spannung vor dem Film, die Gespräche in der Pause, da der Film nicht jedermanns Sache war (…) und das Fazit nach dem Anlass. Zum Glück hab ich am Mittwoch immer Zeit – so werde ich wohl auch im März an diesem Event wieder teil nehmen.

Das herbstliche Wetter der Menschheit

Nachdem Kuschti, ScratG und ich uns am letzten Freitag den Film National Treasure 2 angesehen hatten, sind wir vom Maxx-Kino 3 direkt ins Maxx 4 gegangen, um uns noch die Verfilmung von Steven King’s The Mist anzusehen.

Nach einem Unwetter kommt plötzlich ein komischer Nebel über den See ins Städtchen. Da der Sturm grosse Schäden anrichtete, geht David Drayton (Thomas Jane) zusammen mit seinem Sohn Billy (Nathan Gamble) und dem Nachbar Brent Norton (Andre Braugher) zum Supermarkt.

Dort angekommen, kommt auch schon der Nebel und mit ihm die erste Person angerannt, welche erzählt, dass da etwas unheimliches im Nebel sei. Also verbarrikadieren sich alle Leute fortan im Supermarkt.
So isoliert bilden sich bald zwei Parteien. Die einen folgen David Drayton und Amanda Dunfrey (Laurie Holden), die Anderen der religiösen Fanatikerin/Spinnerin Mrs. Carmody (Marcia Gay Harden). Der Nebel offenbart dann auch relativ schnell seine “Mitreisenden”. Es kommt aus, dass es sich um ein missglücktes militärisches Experiment handelt, welches ein Portal in eine andere Dimension erstellt hat. Dies gibt Mrs. Carmody die nötigen Argumente/Beweise, dass es sich um eine Strafe Gottes handelt.

Der Film ist kein Horror-Schocker. Es gibt Aliens, es gibt Tote und es gibt Personen, welche man am liebsten selbst in die “andere Dimension” befördern würde. Wenn man den Film einfach so ansieht, ist er eigentlich sehr flach.

Aber man kann – und ich glaube, das kann man so sehen, da der Autor Steven King ist – in diesen Film mehr interpretieren. Ich sehe das so, dass damit gezeigt wird, wie Menschen ohne Strukturen in speziellen Situation eine Eigendynamik entwickeln, bzw. ihr wahres Bild zeigen. Der Nebel zeit das dunkle Innere der Menschen – das Unheil, welche sie vollbringen. Im Supermarkt wird die Klassentrennung verstärkt (Stichwort: der Richter) und wie Menschen plötzlich wieder zur Religion finden, da sie keinen andere Lösung sehen. Selbst das Ende (wird nicht verraten) passt in diese Ansicht des Film. Die Lösung kommt dann, wenn es zu spät ist.

Von dieser Seite betrachtet stufe ich den Film wieder besser ein. Ohne dieser Ansicht ist es ein 08/15-Film ohne Highlights, ohne Spannung, ohne Tiefang. Selbst die Umsetzung der Aliens überzeugten mich nicht restlos.

Meine Wertung für diesen Film: 3/5 Punkten

Ein Buch voller Geheimnisse

Am letzten Freitag machten Kuschti, ScratG und ich mal wieder einen intensiveren Kino-Abend. Wir haben uns nach der fast schon obligaten Pizza im Sam’s National Treasure – Book of Secrets angesehen. 

Nach 3 Jahren ist Ben Gates (Nicolas Cage) wieder zurück. Zusammen mit seiner Ex Abigail Chase (Diane Kruger) und seinem Kollegen Riley Poole (Justin Bartha) startet die Suche nach einer goldenen Stadt. Auslöser für diese Suche ist ein Stück Papier aus einem Buch, welches die Geschichte Ben’s plötzlich auf den Kopf stellt. Diesen Rufmord will er nicht einfach so hinnehmen und beginnt mit der Recherche. Die Reise führt in diesmal mit Paris und London auch nach Europa, wo die Suche nach dem geheimen Buch des amerikanischen Präsidenten beginnt. 

Und so führt das eine zum anderen. Unterstützt wird Ben dabei von seinem Vater Patrick Gates (Jon Voight) und seiner Mutter Prof. Emily Appleton (Hellen Mirren). Als Gegenspieler hat er diesmal Mitch Wilkinson, gespielt von Ed Harris. Der Film hat also ein gutes Aufgebot an Schauspielern.

Wie schon im Vorgänger lässt der Regisseur Jon Turteltaub alles sehr schnell ablaufen, so dass man selten dazu kommt, die Geschichte oder deren Wahrheitsbezug in Frage zu stellen. Der Film unterhält während den fast 2 Stunden sehr gut. Ist aber nichts weiter, als ein Abenteuerfilm mit guten Szenen, aber in meinen Augen wenigen Highlights. Nichts desto trotz ist der Film eine gute Überbrückung, bis im Mai dann der einzig wahre Abenteurer in die Kinos zurück kehrt: Indiana Jones.

Meine Wertung für diesen Film: 3.5/5 Punkten