Digitale Ablage – iDocument

Wie ich bereits im Scanner-Post angedeutet habe, war/ist ja mein Ziel, meine Papierablage zu digitalisieren. Hierzu hab ich etwas recherchiert und dann Tests mit zwei Kandidaten durchgeführt. Im Rennen war nebst IcyBlaze’s iDocument noch DEVONthink, welches aber nur in der Pro-Version meine Anforderungen zu erfüllen vermag.

IST-Situation: Der Scanner hat noch was vor sicht...

Mit dem Kauf des Canon P-150m Scanners gestellte sich mit Presto! PageManager 9 (Lieferumfang Scanner) spontan noch ein dritter Kandidat dazu, der aber mangels Funktionsumfang sehr schnell die Bühne wieder verlassen musste. Die Suche von Dokumentinhalten ist erst in der Pro-Version verfügbar, welche man für läppische 94€ erhält (Upgrade auf Pro-Version) – ein Feature, das aber bereits Spotlight vermag zu erfüllen… Dass besagter Kandidat auch kein Tag-Feature anbietet, lies noch schneller AppZapper aktiv werden.

DEVONthink bietet umfangreiche Funktionen

Somit stellte ich nun die identischen Files je einmal in iDocument und einmal in DEVONthink. In beiden organisierte ich die Files, taggte und testete die Suche. Schnell wurde klar, dass DEVONthink ein sehr mächtiges Tool ist. Eigentlich lässt das Ding kein Feature offen. Aber: von der Ergonomie kann DEVONthink noch was von iDocument lernen. Meine Anforderungen wie Tags, Folders und Suche von gescannten PDF-Inhalten sind in iDocument deutlich übersichtlicher verfügbar. Will nicht heissen, dass DEVONthink schlecht ist, für mich ist das Ding einfach überdimensionalisiert.

iDocument bietet alles was ich suchte

Der Preis machte dann die Entscheidung: da für meine Anforderungen bei DEVONthink nur die Pro-Version in Frage kam, wären dafür ca CHF 150 aufwendbar gewesen, während dessen iDocument mit CHF 50 erwerbbar ist. Dann noch schnell nach einem Coupon gegoogelt und nochmals 30% vom Preis abziehen… macht CHF 35 und den Deal klar!

Die Funktionalität entspricht eigentlich voll und ganz meinen Anforderungen. Verschlüsseln, mit Flags versehen, Labels, Tags, Ordner,… all die Optionen lassen eine flexible Organisation der Dokumente zu. Aktuell hab ich gut 250 Files drin, was aber noch arg anwachsen wird (siehe Ausgangslage oben…)!

Ach ja… eins noch… Ich hab den Entwickler angeschrieben, wie es denn bez. Mac App Store aussieht: Nun, IcyBlaze will iDocument auch dort veröffentlichen. Sie seien aber aktuell noch am prüfen, welche Features allfällig geändert/gestrichen werden müssen, um Apples Guidelines zu entsprechen.

Canon Scanner P-150m – erste Eindrücke

Wer meinen Twitter-Stream verfolgt, hat vielleicht mitbekommen, dass ich einen Scanner gesucht habe. Grund hierfür war der Plan, einen Grossteil meiner privaten Dokumente (Belege, Rechnungen,…) digital abzulegen. Es soll also ein erster grosser Schritt in Richtung papierlosem Büro erfolgen… so gut es geht: Verträge behalte ich auf Papier!

Nach langer Recherche habe ich mich gegen ein (deutlich billeriges) Multifunktionsgerät entschieden, und mir einen reinen Dokumentenscanner angeschafft – einen Canon P-150m.

Nachfolgend ein kleines Video vom Auspacken, bis zum ersten Scan

Was lässt sich bis jetzt sagen: Scanner haben sich arg weiter entwickelt. Ich hatte mal einen Mustek Flachbett-Scanner mit SCSI-Karte für ein ISA-Slot! yeah… Den Canon hier nun aber steckt man einfach via USB ein (kein Netzteil, nur opt. 2. USB-Kabel für mehr Power), und beginnt mit Scannen – zumindest auf dem Mac muss nichts installiert werden. Ob bei Windows noch ne TWAIN-Treiber-Installation notwendig ist, weiss ich nicht.

Es gibt nette Optionen: So kann ich in meine Programme direkt scannen. Ich kann den einen Knopf am Scanner selbst konfigurieren, so dass ein Scan in iDocument (Post folgt) direkt erfolgt. Heisst für mich: Ich komme mit nem Dokument ins Büro, öffne den Scanner, Mac erwacht aus Ruhemodus, da USB-Aktivität, ich lege Dokument ein, drücke die Taste und fertig. Damit ist das Dokument als PDF in iDocument abgelegt. Alternativ kann man auch direkt in Evernote scannen – was ebenfalls problemlos funktioniert.

Ja, bis jetzt bin ich glücklich. Der Scanner hat nun aber noch hunderte von Dokumenten vor sich. Mal sehen, wie er sich hält.

Review des DigitalEvent

Ich habe erst vor wenigen Wochen von dem DigitalEvent erfahren, musste mich aber unbedingt anmelden. Ein Event, der nebst vielen interessanten Aussteller (Nikon, Canon, Sony, Apple, Leica, …) auch ein ganz interessantes Program mit Workshops und Bildvorträgen bot, war Grund genug. Dass dann der Event noch kostenlos war, setzte dem Ganzen noch das Sahnehäubchen auf.

Geplant hatte ich diverse Workshops: Videos mit DSLR’s, was haben diese ominösen Nik-Tools so auf dem Kasten, was hat Nikon (und vielleicht auch Canon) so neues im Programm, Blitzfotografie und dergleichen… und wenn noch etwas Zeit ist, wollte ich noch bei den Bildvorträgen vorbei schauen. Es kam aber alles etwas anders: Nachdem ich beim Video-Workshop das gesehen hab, was ich wollte, blieb ich dann irgendwie mal bei Ingo Arnts Bildvortrag hängen. Es war interessant zu hören, wie er auf das Thema kam und es ausarbeitete, es war interessant seine Gedanken zu Bildern und deren Entstehung zu verfolgen.

Danach folgte David Bittner mit Bildern von den Kodiak-Bären. Der Bildvortrag hat mich einerseits sicher wegen den genialen Bildern und Videos völlig vom Sockel gerissen, andererseits aber auch mit der sehr sympathischen und amüsanten Präsentationsart von Herrn Dr. Bittner. Die kleinen Anekdoten haben zusammen mit den – und ich sags nochmals – sehr aussergewöhnlichen Fotos ein bleibendes Erlebnis geschaffen.

Nachdem wir etwas die Messe besuchten (Ich hatte bis dato noch nie ne Hasselblad in den Händen und hab auch noch nie mit einer Leica S2 ein Bild geschossen) startete schon bald der dritte sehr interessante Bildvortrag von Lorenz Andreas Fischer. Das Erwachen der Savanne schien ein enorm grosses Thema zu sein (ja, Hr. Fischer überzog etwas… ;-)), das aber ebenfalls sehr interessant war. Hier war vor allem die Machart der Präsentation aussergewöhnlich. Bilder mit dem live Sound-Background und passender Musik. Dazu auch noch ein paar kleine Anektoden und technische Hinweise.

Abschliessend musste ich dann aber doch noch schnell bei den Nik-Tools rein schauen. Der Workshop zeigte mir effektiv Lösungen für Probleme auf, welche selbst mir schon begegnet sind. Die Tools konnten mich am Workshop insoweit begeistern, als dass ich heute (Folgetag) mal eine Salve von Trial-Downloads startete und selbst erste Erfahrungen damit sammelte.

Ich muss echt sagen: Ich muss nächstes Jahr (26.11.2011) unbedingt wieder nach Baden fahren! Das war schon klar, bevor der Event zu Ende war. Ich würde sogar noch weiter gehen: Ich würde sogar Eintritt zahlen. Ich weiss nicht, wie viele Leute an diesem Samstag in der Trafo-Halle waren… aber alleine bei den Bildvorträgen hätte ich auf über 500 Leute geschätzt… Und ach ja… meine Nikon D300s hätte ich noch für eine Gratis-Sensor-Reinigung abgeben können.