And the winner is…

Ich habe meine Tests mit der Canon 50D gegenüber der Nikon D300s abgeschlossen! Zeit ein Fazit zu ziehen. Die Grundlage für meine Entscheidung waren diverse Tests, welche ich in den letzten Tagen durchgeführt habe.

Ich war zu aller erst mit beiden Kameras in der Abendsonne unterwegs, Makrobilder zu schiessen. Die Bedienungen waren zwar nicht ganz ausgeglichen, da auf der Nikon ein bildstabilisiertes Nikon 105 f/2.8 Objektiv war, während die Canon “nur” das 100 f/2.8 USM Makro-Objektiv anwenden konnte. Der Bildstabi kann im Abendlicht noch manches Bild “retten”, bedingt durch die länger werdenden Verschlusszeiten.

Libelle mit Canon 50D und Canon EF 100 f/2.8 USM

Mit beiden Kameras konnte ich aber prima Bilder schiessen. Den einzigen Unterschied den ich im 1:1 Vergleich bemerken konnte, war der, dass die Canon bei schlechten Lichtverhältnissen minim mehr Zeit für die Fokussierung benötigte. Ein marginaler Unterschied, den man aber effektiv nur im 1:1 Vergleich bemerkt… denke ich. Randbemerkung: Ja, man wird kritisch und oder lächelnd angesehen, wenn man mit 2 DSLR’s in einer Wiese rum kniet… ;-)

Biene mit Nikon D300s und Nikkor AF-S 105 f/2.8 VR

Ich erhielt also nicht den Unterschied, der eine Entscheidung frühzeitig ausmachen hätte können. Beide Cameras vermochten zu gefallen.

Es folgte dann ein Vergleich, wo beide Body’s ein Tamron 17-50 f/2.8 VC montiert kriegten. So konnte ich Objektiv-neutral die Leistungen der Bodys und deren Bildverarbeitungen vergleichen. Der erste Test damit musste mir das Verhalten der chromatischen Abweichungen aufzeigen. Bei der Canon weiss ich, was ich kriege, da ich die Objektiv-spezifischen CA-Eigenschaften derweil schon oft beobachten konnte. Die Nikon – so sagte man mir – behebe das intern in der Bildbearbeitung. Nun, entweder muss man da irgendwo noch eine Option aktivieren, welche ich aber bisher nicht finden konnte, oder aber das Ergebnis ist effektiv das, dass der Unterschied eher gering ist.

CA bei Canon 50D links und Nikon D300s rechts (Klick für gross)

Abschliessend hab ich heute noch ein Test mit Low-Light gemacht. Ich bemerkte, dass die Nikon ein anderes Bild lieferte. Der Weissabgleich war nicht so warm wie der der Canon (mit AWB). Beim Rauschverhalten hätte ich ein dezent besseres Ergebnis der Nikon zugeschrieben… meine Möglichkeiten sind aber begrenzt in der Auswertung von so was, weshalb ich das nicht in meine Wertung einbeziehe. Bei ISO 3200 aber rauscht es bei beiden etwa gleich. Die Rauschunterdrückung war bei beiden auf Standard. Eine Option dafür findet man ja nicht nur bei Nikon, sondern auch bei Canon in den Custom-Functions.

aber was mach ich nun?

Ja, die Resultate machen es mir nicht leicht. Objektiv betrachtet muss mein Fazit heissen: bleibe bei Canon. Bei Canon hab ich 5 Objektive, einen Battery-Grip (mit 2. Akku) und einen Fernauslöser/Timer. Bei Nikon sind es erst 3 Objektive, kein Battery-Grip und auch kein Fernauslöser. Das bestehende Equipment müsste die Entscheidung also ausmachen, denn die erzielten Testresultate an und für sich lieferten zu geringe bis gar keine Unterschiede ans Licht!

Aber die Nikon konnte mich während den Test mit anderen “Details” begeistern: ein Autofokus mit 51-Punkten, formatieren der CF-Karte indem man 2 Tasten lange drückt, Zurücksetzten aller Settings (ISO, WB, Qualität,…) indem man 2 Tasten lange drückt, 2 Kartenplätze (CF+SD) inkl. der Konfigurationsmöglichkeiten von Extend/Backup/Split(RAW/JPEG) oder ein Quiet-Modus der den die Spiegelbewegungen dem Auslöser voll anpasst und ohne Peep-töne beim Fokussieren (was ich sonst aber will) die Käfer oä entspannter bleiben lässt. Das konnte ich selbst testen. Grashüpfer flohen messbar schneller, als bei Fotos, welche im Quiet-Modus gemacht wurden.

Auch die Schalter für AutoFokus-Messung, AutoFokus-”Drive” und der Belichtungsmessung finde ich nett. Nichts, wofür Canon nicht auch eine Lösung hat, welche vom Zeitaufwand her für eine Umstellung nicht wirklich mehr benötigt. Aber Nikons Ansatz gefällt mich echt gut.

Ich könnte da noch diverse Dinge aufführen, welche aber schlussendlich jedem Fotograf individuell passen müssen/können oder aber nicht. Ich bin zum Beispiel immer noch in der Gewöhnungsphase mit dem Blenden-Wählrad (vorne unter Auslöser). Hier finde ich die Canon-Lösung angenehmer – nach wie vor. Weiter ist Canons Rad hinten neben dem Display auch ein grosser Pluspunkt. Da fühle ich mich bei Nikon eher wie an den Consumer-DSLR’s, wo man mit Digikreuz durch die Bilder browsed, denn erst wenn man im Bild eine Stufe reinzoomt kann man via Wählrad durch die Bilder scrollen, da dann das Digikreuz für die Auswahl des Zoomausschnitts verwendet wird.

Meine Entscheidung

Nach viel BlaBla nun das, worum es eigentlich geht: Welche Kamera bleibt und welche wird inkl. inkompatiblen Equipment verkauft? Eine schwere Frage, echt. Ich habe eigentlich nicht so ein knappes Ergebnis erwartet. Nach all dem, was ich gehört und gelesen habe, hätte Nikon hier deutlich mehr Abstand schaffen müssen. Aber so relativiert es sich mal wieder (wie mir viele auch via Twitter bereits prognostiziert haben).

Es entscheidet viel mehr, welche Kamera einem besser liegt (ja, ebenfalls bereits im Vorfeld via Twitter mir vorhergesagt worden), das Handgefühl, wenn man so will. Auch das Angebot an Objektiven darf dabei nicht ausser Acht gelassen werden. Schliesslich sind die Objektive massgebend am Endresultat eines Fotos beteiligt. Der Body macht da vom Sensor und dem Bildverarbeitungschip mal abgesehen keinen grossen Unterschied. Das haben meine Tests mit dem identischen Objektiv auch bestätigt. CA, Rauschverhalten, Schärfe,… Die Unterschiede sind – wenn überhaupt – marginal.

Kurzum: Die Nikon D300s wird mich weiter begleiten. Eine ganz kleine Erleichterung für die Entscheidung war der Umstand, dass ich für den Canon-Body bereits einen Abnehmer habe. Und die angesprochenen Detail-/Bedienungs-Lösungen, welche mir persönlich sehr gut gefallen. Hätte ich eine Nikon D90 in dieses Rennen geschickt, wäre die Entscheidung anders wohl raus gekommen. Die Bedienung und ein paar kleine Details wie der Quiet-Modus der D300s hat es entschieden!

Canon oder nun doch Nikon

Es gibt ein Bild in jüngster Vergangenheit, bei welchem mich der Autofokus der Canon mal wieder fast in den Wahnsinn trieb (ok, ist übertrieben. Es hat aber etwas Geduld gekostet).

Diese kleine Spinne war nur wenige Millimeter gross. Im Sucher meiner Canon 50D war das Teil zusammen mit dem Canon EF-S 60 f/2.8 USM Objektiv so gross wie ein AF-Punkt auf der Mattscheibe.

Der Autofokus wollte aber strikt diese Spinne nicht finden. Also half ich ihm manuell nach, hatte das Ding nun drin und drückte den Auslöser halb runter, in Annahme, dass der AF nun den explizit ausgewählten AF-Punkt ebenfalls als scharf betrachtete. Leider aber fokussierte der AF wieder auf das Grünzeug im Hintergrund. Also suchte ich wieder auf das neue die sehr kleine Spinne mit dem Sucher… das machte ich ca 3-4mal, bis mir dieses Bild dann gelang.

Die Lösung war: AF ausschalten, manuell fokussieren. Das Ergebnis ist aber nur mässig.

Warum Nikon?

In Vergleichen liest man dass Nikon in Sachen Autofokus deutlich besser sein soll. Also dachte ich mir, teste ich das doch mal selbst. Ich hab mir also kurzerhand eine Nikon D300s gekauft. Auf ricardo.ch ersteigerte ich dann noch relativ preiswert ein bildstabilisiertes Nikon AF-S 105 f/2.8 Objektiv.

Nikon hab ich mir ja schon bei der Evaluation der Canon 50D angeschaut. Da war aber nur die D90 ein Thema. Die Ergonomie war aber der Schlüsselpunkt für Canon. Die Bedienelemente fand ich bei Canon etwas optimaler platziert. Die D90 hat zwei Knöpfe rechts vom Display (AF und Seriebild/Selbstauslöser), welche ich für unerreichbar halte ohne die Hand vom Griff zu nehmen. Und das Wählrad unter dem Auslöser finde ich als Canon-User ebenfalls “gewöhnungsbedürftig”. Hier halte ich Canon’s Lösung optimaler (Auslöser und Wählrad von der Platzierung her vertauscht).

Die D300s vermag aber in gewissen Punkten wieder “aufzuschliessen”. Einerseits gibt es keine Automatik Programme (analog Canon 7D), welche unnötig Platz benötigen, andererseits sind viele Einstellungen via separaten Knöpfen oder Schalter direkt veränderbar und alle Elemente lassen sich prima erreichen, ohne grosser Fingerakrobatik. Das Bedienelement, das anstelle des Moduswählrades verbaut wurde, liebe ich bereits jetzt (links im Bild). Ich erwarte auch, dass die 51 AF-Punkte hier einen entscheidenden Vorteil bringen (Canon 50D hat 9 AF-Kreuzsensoren). Natürlich ist das eine Wählrad aber noch immer unter dem Auslöser… ;-)

Und jetzt?

Dieses Weekend ist mein Bruder mit einem Grossteil meines Equipments unterwegs. Daher kann ich noch keinen 1:1 Vergleich machen. Ich will aber mit beiden Kameras mal eine kleine Teststrecke machen. Der Bildstabi des Nikon-Objektivs wird zum fairen Vergleich selbstverständlich ausgeschaltet, mein Cullmann 525M Stativ soll faire Bedingungen schaffen und der Autofokus wird bei beiden Kameras identisch konfiguriert.

Nebst dem Makro-Test (Haupttest, da sich dort die für mich wichtigen AF-Eigenschaften zeigen) werde ich noch einen Test mit einem Standard-Objektiv machen. Hier hab ich an der Canon seinerzeit ein Tamon SP 17-50 f/2.8 VC gekauft. An der Canon hatte ich mit dem Objektiv schon viel Freude: Ist sehr scharf, lichtstark, bildstabilisiert und fokussiert schnell. Das gleiche Objektiv hab ich nun ebenfalls nochmals für Nikon gekauft. Damit kann ich dann einen effektiven 1:1 Test erstellen.

Nebst Schärfe wird aber auch die Bildqualität im Allgemeinen bewertet. Hier werd ich erst in Apple’s Aperture mein Fazit ziehen können. Von der Auflösung her erwarte ich keine allzugrossen Unterschiede… 13MP bei der Nikon vs. 15MP bei der Canon. Rausch- und Low-Light-Verhalten könnte da aber schon eher entscheiden… und die chromatische Abweichungen (welche wiederum aber auch nachträglich korrigert werden können).

Der Gewinner darf fortan seinen Platz in der Fototasche (wieder) einnehmen; der Verlierer wird inkl. Objektiven verkauft – schliesslich muss ich die temporären und nicht gerade geringen Investitionen irgendwie wieder etwas relativieren ;-) Update folgt

Get a MacBook Air… meins steht zum Verkauf

MacBook Air

Ich verkaufe mein MacBook Air! Ich hab nach meinem weissen MacBook mir ein Air zugelegt. Der Gewichtsvorteil und die robuste Bauweise waren letzten Juli die Kaufargumente für das MacBook Air. Diese Eigenschaften hat das Gerät auch souverän bis heute beibehalten. Da ich viel unterwegs bei Kunden bin, ist ein Gewicht von 1.36kg mehr als praktisch. Auf der anderen Seite ist das MacBook Air aber trotzdem sehr stabil gebaut. Das Aluminium-Gehäuse ist Apple-typisch hochwertig verarbeitet, so dass nichts schief ist, oder mit der Zeit die Spaltmasse verändert.

Spezifikationen meines MacBook Air’s MB003SM/A

Prozessor Intel Core2Duo, 1,6GHz, 4MB L2-Cache
Arbeitsspeicher 2 GB 667 MHz DDR2-SDRAM
Festplatte 80 GB Festplatte mit 4.200U/Min.
Bildschirm 13,3″ Widescreen-Bildschirm mit LED- Hintergrundbeleuchtung und
Hochglanzanzeige (33,78 cm Diagonale), Nativ-Auflösung: 1280×800 Pixel
Grafikkarte Intel GMA X3100, 144MB shared RAM
Videokamera Integrierte iSight-Kamera
Tastatur Integrierte normalgroße Tastatur mit 79 (ISO) Tasten,
einschließlich 12 Funktionstasten und 4 Pfeiltasten
Sensoren Beleuchtete Tastatur mit Umgebungslichtsensor zur automatischen
Anpassung von Tastaturbeleuchtung und Bildschirmhelligkeit
Maus Multi-Touch-Trackpad mit Unterstützung für Fingerbewegungen für die präzise Zeigersteuerung,
Unterstützt Blättern mit zwei Fingern, Auf- und Zuziehen, Drehen, Streichen,
Streichen mit drei Fingern, Klick- und Doppelklick-Funktion sowie Klicken und Bewegen
WLAN-Adapter AirPort Extreme Wi-Fi-Technologie (basierend auf dem Entwurf
des IEEE 802.11n Standards), kompatibel mit IEEE 802.11a/b/g
Bluetooth Bluetooth 2.1+EDR (Enhanced Data Rate) Modul integriert
Anschlüsse 3,5mm Audioausgang, USB 2.0, MikroDVI
Lautsprecher Integrierter Monolautsprecher
Mikrophon Internes omnidirektionales Mikrofon
Akku Integrierte 40 Wattstunden Lithium-Polymer-Batterie
Netzteil 45 W MagSafe Power Adapter mit Kabelaufwicklung
Abmessungen Höhe: 0,4-1,94cm, Breite: 32,5cm, Tiefe: 22,7cm, Gewicht: 1,36kg
Software Mac OS X Leopard 10.5.7, iLife’08 (iMovie HD, iDVD, iTunes, iPhoto, Garageband, iWeb)
Zubehör Air Manila Sleeve mit schwarzem Leder, MikroDVI auf VGA, MikroDVI auf DVI, zweites Netzteil, Originalverpackung

Ich hab mir das Gerät wie gesagt Ende Juli 2008 gekauft. Es hat also noch Garantie bis 30.07.09. Eine Garantieverlängerung um 2 zusätzliche Jahre (AppleCare Protection Plan) kann noch innerhalb der Garantiezeit gekauft werden.

MacBook Air Anschlüsse

Wenn das Gerät nun so toll ist, warum verkaufe ich es dann? Gute Frage, habe ich mir selbst auch sehr lange gestellt. Das wohl offensichtlichste Argument ist mein Gadget-Trieb. Ich brauch einfach wieder was neues. Alle anderen (mir rationell vorkommenden) Argumente wie “Batterielaufzeit von 4,5h sind zu wenig”, oder “Leistung reicht für Pro-Photoverwaltung/-bearbeitung mit Aperture nicht aus”, oder “ich brauche ein DVD-Laufwerk” sind wohl erst dann entstanden, als ich nach Gründen suchte, mit denen ich mir den Kauf eines neuen MacBooks legitimieren konnte.

MacBook Air von Oben

Aber nebst all der Schönmalerei für das MacBook Air’s will ich dir natürlich auch die Nachteile nennen. Der Akku reicht im Dauerbetrieb mit via USB angeschlossenem iPhone, welches wiederum via UMTS im Internet hängt, um dieses dann noch via AirPort anderen Notebook’s zur Verfügung zustellen, keine 4,5h! #twwdcbe

Das MacBook Air kommt weiter bei RAW-Photobearbeitung mit Aperture (Photoshop wohl auch) leicht mal in Verzug. Die Leistung ist aber eigentlich auch nicht auf solche Arbeiten ausgelegt – aber in Tokyo (ja mein MacBook Air hat die Welt gesehen…) war nicht mehr nötig. Die nötigen Bildkorrekturen konnte es ausführen – benötigte einfach etwas länger, als mein neuer iMac zu Hause.

Ja, und das mit dem DVD ist weniger ein Nachteil, als vielmehr einfach ein Fakt. Es gibt keins! Wenn man Software installieren will, muss man ein Laufwerk in Netzwerk freigeben oder man legt sich noch ein externes Laufwerk zu. Aber ein Laufwerk war bei mir nur für die Installation von Aperture2 nötig. Alles andere kam eh direkt via Internet.

MacBook Air mit Glossy Screen

Gekauft habe ich das Gerät am 30. Juli 2008 zu einem Preis von CHF 2’568.00 (inkl. der Ledermappe). Später kam dann noch das zweite Netzteil dazu (CHF 109,00). Aufgrund dessen, dass Apple das MacBook Air an der diesjährigen WWDC stark im Preis gesenkt hat, muss ich nun wohl auch meine Preisvorstellungen stark runter schrauben. So stelle ich mir nun einen Preis für das Gesamtpaket von CHF 1’250.00. Wenn man die Vollversion von iLife’09 noch dazu haben will (inkl. Originalverpackung), machen wir den Hunderter voll, womit wir dann bei CHF 1’300.00 wären.

Interessenten melden sich entweder via Kommentar oder direkt an mich via Twitter (dm an @itchych), via Mail (contact.me[at]itchy.ch) oder sonst irgend einer Art ;-) Gleiches gilt für Fragen zum Gerät.