Rebellen-Attacke beim Erta Ale

Anfang Dezember 2011 war ich ja für ein paar Tage im Nordosten Äthiopiens. Und heute hab ich von dem Überfall erfahren, der diese Woche genau in dem Gebiet statt gefunden hat, welches auch wir besucht haben. Als ich davon las, war ich sprachlos!

Afar packt Kameraequipment aufs Kamel

Natürlich haben wir die Bewaffnung unserer Begleiter festgestellt; beim Erta Ale (Bild oben) wie auch auf unseren sonstigen Ausflügen hatten wir stets bewaffnete Äthiopier bei uns. Im Dallol sogar speziell noch weitere Soldaten, da wir uns dort effektiv nur noch wenige Kilometer von Eritrea entfernt befanden. Uns wurde auch gesagt, dass dieser Schutz explizit wegen Rebellen aus Eritrea nötig sei.

Rückblickend frage ich mich nun, ob ich mich bei der Reise einem grösseren Risiko ausgesetzt habe, als ich (trotz entsprechenden Reisewarnungen des EDA) angenommen habe. Subjektiv aber fühlte ich mich wirklich nicht in Gefahr dort. Nein, nicht der AK47 unserer Begleiter wegen. Aber sie waren selbst locker drauf, weshalb bei uns Teilnehmern auch  keine angespannte Atmosphere entstand…

Mal sehen, ob dieser Vorfall meine Entscheidung bei der nächsten Reise in eine speziellere Gegend unseres Planeten anders fällen lässt. Wie handhabt ihr so was?

Startrails vom Langis aus

Am Karfreitag war es mal wieder so weit: Sternenbahnen fotografieren. Damit dies diesmal nicht so ne einsame Geschichte wird, kam @milanrohrer (www.milanrohrer.ch) mit, bzw. er hatte ja eigentlich die Idee dazu ;-)

Abenddämmerung

Irgendwann vor 21 Uhr waren wir beide bereits ready und machten Probefotos, um den besser Ausschnitt beurteilen zu können. So entstand dann auch das Foto oben.

Fotografen im Langis

Das Gute, wenn man so was nicht alleine machen geht: die Zeit vergeht deutlich schneller und es ist nicht so langweilig da es sich angenehm fachsimpeln lässt.

Startrails am Bergbach

Am besagten Abend waren noch Sternschnuppen angesagt, welche wir auch sahen. Aber ablichtbar waren die 3 sehr gut sichtbaren Sternschnuppen nicht. Interessant war einmal mehr unser Wissen von Sternbilder: Den Polarstern fanden wir also nicht auf Anhieb ;-)

Sternenbahnen um den Polarstern

Nachdem wir aber den grossen und kleinen Wagen sortiert, und ein paar Probe-Aufnahmen schossen, konnten wir den Polarstern dann doch noch identifizieren und entsprechend Fotos erstellen, welche Linien um besagten Stern erzeugen.

Leider aber war mein Akku nicht mehr voll geladen, weshalb meine Aufnahme schon nach 42min abbrach… 60min wären geplant gewesen. Also wechselte ich mit neuem Akku schnell noch den Ausschnitt gegen den Pilatus…

Startrails über dem Pilatus

…was aber nach 20min nicht zur Zufriedenheit endete. Es ist unscharf (Baum-Konturen) und die Sternenbahnen haben eine “Ecke” drin (unten/links)… bin wohl am Stativ mal angekommen, oder aber der Boden hat leicht nach gegeben.

In der Nachbearbeitung hab ich dann noch etwas ausprobiert: Was wird aus einem Sternenbahnen-Foto, wenn ich es durch ein HDR-Processing lassen (nik software HDR Efex Pro)? Selbstverständlich nur n’leichtes HDR, damit es noch “echt” wirkt:

Startrails HDR

Ich bin mir bei dem Ergebnis einfach echt unschlüssig – ist auch der Grund, warum es nicht bei Flickr/fotocommunity ist. Im Vergleich mit dem Foto weiter oben, ist hier schon ein bisschen viel los, nicht? Was meint ihr? Zu viel des Guten?

the truth behind polarlight-photos

Aurora Borealis - Polarlicht - Nordlicht

Dieses Bild schoss ich letzte Woche in einem Fjord in Nord-Norwegen. Sieht super aus, nicht? Das alleinige knipsen des Bildes bei -10° und einem eisigen Wind aber war nur der erste Teil für dieses Ergebnis. Denn das geknipste Foto sieht ein bisschen anders aus:

DSC_4645 - so kam es von der Kamera

Wie ihr seht, sah das Originalbild sehr schwammig aus, hatte Wetter-bedingt einen viel zu grünen Dunst um das Polarlicht herum und die Berge waren ebenfalls zu grün. Okey, meine 15sec Belichtung sind daran sicher auch nicht ganz unschuldig ;-)

Für die Nachbearbeitung/Verfeinerung des Bildes ist Viveza2 von Nik Software sehr empfehlenswert. Damit lässt sich selbst aus Fotos, welche man “weg werfen” würde (als ob ich mal was löschen würde… ;-) ), viel rausholen. Ein paar Korrektur-Punkte waren aber für dieses Foto oben nötig:

Bearbeitung des Polarlicht-Bildes mit den Korrekturpunkten in Viveza2

Und nein: nicht jedes Polarlicht Foto braucht so eine aufwändige “Viveza-Korrektur”. Wenn das Equipment kürzere Verschlusszeiten bei den Bedingungen ermöglicht ohne gleich zu rauschen wie blöd, dann lassen sich auch mit einfacheren/schnelleren Mitteln super Bilder erstellen. Eine Tonwert-Korrektur alleine holt oft schon viel heraus.

Bei dieser relativ geringen Polarlicht-Stärke (3/10 glaube ich war es) nimmt das menschlichen Auge das oben abgebildete Ereignis nicht so auf. Dafür ist es einfach viel zu träge. Dennoch schaute ich beim ersten richtigen Nordlicht gebannt in den Himmel und vergas für einen Moment, dass ich noch Fotos machen wollte.