Mission Possible: Get an iPhone 16GB

Wie so mancher auf dieser Welt, gab es heute am 11. Juli 2008 auch für mich nur wirklich etwas, was von Bedeutung war: Ein iPhone kaufen gehen. In weiser Vorahnung hab ich mir dazu auch gleich den Vormittag frei genommen.

Kuschti machte den Vorschlag, dass wir heute um 0500 Uhr doch im Swisscom Mobile Shop anstehen gehen könnten. Das anfängliche Unverständnis meinerseits wich schnell einer Zusage – vorerst aber nur provisorisch. 

Denn ich dachte mir, sei schlau uns reservier dir doch einfach so n’Teil. Also schnell dem Shop telefonieren. Doch wurde mir zusammen mit der Aufnahme meiner Reservierung auch gleich mitgeteilt, dass die Personen, welche am Morgen auf der Matte stehen Vorrang hätten. Sprich: Reservieren geht nicht.
Mit dieser Antwort steigerte sich bei mir also schon mal die Motivation, am Freitag etwas früher aufzustehen und mich diesem Massentreiben hinzugeben. Aber noch gab ich nicht auf. Ich kontaktierte einen Kollegen, der in einem Mobile-Shop arbeitet. Ich wollte mir bei ihm ein Gerät so reservieren, was dort in der Theorie auch möglich gewesen wäre, wenn er dann genügend 16GB Geräte bekommen hätte. Also auch nichts mit Reservierung in einem zweiten Shop.

Damit war es nun definitiv: Wecker stellen, und schon brav anstellen gehen, in der Hoffnung so noch ein iPhone zu erwischen. Ein weiterer Kollege – nennen wir ihn Beat – teilte mir so nebenbei in einem Mail dann noch mit, dass er heute um 0500 Uhr für ein Gerät anstehen gehe. Nun, dachte ich mir, wenn sogar Beat anstehen geht, dann wird es bestimmt noch viele weitere Typen geben, welche sich vor Sonnenaufgang zu einem SCM-Shop begeben.

Also war es nun definitiv: Stell den Wecker einfach noch früher! Dann erhöhst du deine Chancen. Mein Wecker (iPhone erster Generation) wurde also auf 0300 Uhr gestellt, so dass ich ca. 0400 Uhr in Luzern sein konnte.

Was empfiehlt sich, wenn man früher aufsteht? Richtig, man geht früher ins Bett, damit man ansatzweise genügend Schlaf kriegt. Das alleine wäre auch nicht das Problem gewesen, aber ich habe am Vorabend noch mit meiner Wii-Konsole “gespielt”. Als ich dann schlafen ging, hatte ich aber EXTREMEN MUSKELKATER, wie schon lange nicht mehr (Bericht der Wii folgt). Diese körperlichen Beschwerden verhinderten dann einen geruhsamen Schlaf… netto werde ich etwa 2h effektiv geschlafen haben…

Nun gut, Wecker ging los, ich stand auf, nahm noch ein kleines Frühstück zu mir und begab mich dann in Richtung Luzern. Auf dem Weg vom Bahnhof-Parking zum Shop waren sehr wenige Leute unterwegs – kein Wunder, war es doch etwa 0415 Uhr. Mich überkam das Gefühl, dass ich wirklich der erste sein könnte – also der einzige Depp in der ganzen Zentralschweiz, der wegen einem Telefon sich so früh aus dem Bett quälte.

Diese Befürchtung wurde aber beim Shop schnell negiert. Da waren schon gut 15 Andere, welche Teils mit Matratzen und Stühlen auf die Ladenöffnung warteten. Ok, 15 dachte ich mir, 15 sind genügend wenig, dass ich ein iPhone bekommen sollte.

Es wurden immer mehr, so gegen 0500 Uhr kam dann auch Beat und Kuschti fand sich dann auch noch etwas später ein (hatte technische Probleme…). Als dann aber eine TeleTell-Reporterin auftauchte, kam plötzlich Stress in der Masse auf – obwohl es noch eine Stunde zur Ladenöffnung hin war (0530)…
…und die ganze Reihenfolge war dahin. Als der Shop dann endlich öffnete, konnte ich mir das Ticket Nr. 31 ziehen. Ok, 31 müsste reichen, um irgendein 16GB Gerät erstehen zu können… aber… Pustekuchen. Just einer vor mir bekam das letzte iPhone dieser Grösse. Super. 

Was jetzt? Anderer Shop! Taktische Wahl: Emmencenter, dort hat es Total 4 Shops, welche Mobiltelefone verkaufen. Gesagt getan, und um 0800 Uhr waren wir dort. Natürlich waren Kuschti und ich nicht die Ersten (ach ja, Beat hat sich dann ein 8GB in Luzern gekauft). Aber es waren erst 6 andere dort.
Als dann endlich dieser Laden um 0900 Uhr öffnete konnte ich mir das Ticket Nr 12 ergattern. Damit war es dann möglich, ein weisses 16GB iPhone zu ergattern (Schwarze sind wieder just vor mir ausgegangen – aber ich hätte wahrscheinlich eh das Weisse genommen).

FAZIT: Hätte man es gewusst, hätte man sich die Übung in Luzern sparen können und gemütlich gen. 0900 Uhr in Emmen eintreffen können. Aber ja, im Nachhinein ist man immer schlauer. Aber man trifft interessante Leute in so einer Warteschlange. Insofern war es irgendwie witzig, aber auch einfach extrem geekig. Es gab Passanten, welche diese Menschenmenge sogar fotografierten (“seht euch die Deppen an.. wegen einem Telefon…tztztz” stand deutlich in deren Gesichter).

Warum ich jetzt am Mac einen Blog schreibe und nicht am iPhone rum spiele? Tia, wenn der Akku leer ist, geht das schwer. Es lädt gerade wieder…

TechDays08 in Basel

Am 19. und 20. März fanden in Basel die Microsoft TechDays08 statt und ich war mitten drin. Da die Sankt Jakob Halle in Basel mit öffentlichen Verkehrsmittel gut erreichbar ist und ich auch zeitlich nicht wirklich viel gewonnen hätte, wenn ich mit dem Auto angereist wäre, war mein Transportmittel eigentlich klar: der Zug.

Ich ging aber nicht alleine. Wir waren zu dritt. Marcial und Michael waren ebenfalls dabei. Vor Ort angekommen merkten wir dann auch gleich mal, warum man eine grössere Location gewählt hat… etwas über 1’600 Anmeldungen.

Die KeyNote sollte dann uns Teilnehmern vermitteln, worauf man den Fokus legen will: Einfachere Anwendungen, welche Wartungsarbeiten verringern sollten, damit man mehr Zeit für Neuentwicklungen investieren kann. Dies soll mit den neuen Produkten Windows Server 2008, dem SQL Server 2008 und Visual Studio 2008 erreicht werden. Leider kam dies mir nicht so recht rüber, da die KeyNote diverse kleine technische Macken hatte. Ebenfalls ahnte ich da bereits böses, da das Englisch dort etwas “speziell” war. 

Meine Befürchtungen lösten sich dann aber in den Session’s auf, da dort wirklich angenehm gutes Englisch gesprochen wurde. Ich war an vielen Architektur-Tracks, welche fast ausschliesslich in dieser Sprache gesprochen wurden.

Von den Themen her fand ich besonders spannend “Architect and Develop Search-Enabled Enterprise Application“, welches ich als Eye-opener betrachtete, “MOSS/CMS“, das anhand der Swiss-Homepage zeigte, wie man mit MOSS diese Seite zustande brachte und die diversen Hindernisse umgehen konnte und schliesslich “Entwickeln von Webapplikationen auf Basis von Windows SharePoint Services“, welches mir noch ein paar Tools zeigte, mit welchen wir einfacher Features und Solutions für SharePoint entwickeln können.

Besonders gefallen haben mir die beiden Tracks von Christian Weyer von Thinktecture. Er konnte die Themen “Distributed Applications with WCF: a Scenarios-Oriented Overview” und “In the Cloud: Connect Your Services with the Internet Service Bus” sehr spannend und unterhaltend rüber bringen. Das mit dem Internet Service Bus fand ich dann auch sehr spannend. Wenn ich mal wieder in ein BizTalk-Projekt komme, müssen wir das unbedingt genauer ansehen.

Fazit: Die 2 Tage in Basel waren sehr anstrengend aber auch sehr lehrreich/inspirierend. Wenn ich wieder mal gehen darf, werd ich mir aber überlegen, vor Ort ein Hotelzimmer zu nehmen. Und ach ja… Windows Server 2008, SQL Server 2008 und Visual Studio 2008 hab ich ja auch noch bekommen, aber was soll ich damit auf meinen Macs machen? ;-)

Mein Highlight vom Autosalon Genf

Ich war ja am letzten Freitag mal wieder nach Genf gepilgert. Diesmal ganz grün mit dem Zug! Wie es zu erwarten war, war die Bude (Palexpo-Gelände) mal wieder voll. Das machte den Tag erwartungsgemäss etwas anstrengend. Aber bei SEAT konnte ich mir noch ein Bierchen rein ziehen. So gestärkt überstanden wir dann auch den Rest des Geländes.

Mein Highlight dieses Jahr ist wohl der KTM X-Bow. Ich bin ja Fan solcher puristischen Fahrzeugen. Persönlich finde ich einen Caterham (Lotus Super7) oder Ariel Atom sehr interessant. Der KTM ist davon wohl die High-Tech-Variante (ok, der Ariel Atom ist auch nicht gerade ohne, aber eine Strassenzulassung wird der hier wohl nie kriegen). Als besonderes Highlight soll man damit wirklich auch auf die Strasse dürfen. Hier mal ein kleiner Vorgeschmack, für alle jene, welche unter einem KTM X-Bow sich nichts vorstellen können:

Von was ich da eigentlich spreche? Nun 240 PS aus dem bekannten Audi 2.0 TFSI Motor beschleunigen die 750 kg innerhalb 3.9 sec auf 100 km/h. Mit den 305/262mm grossen Bremsscheiben vorne/hinten steht das Teil dann nach 33.1m auch wieder bei 0. Und ach ja,… so rund 50’000 € soll er kosten.