Startrails vom Langis aus

Am Karfreitag war es mal wieder so weit: Sternenbahnen fotografieren. Damit dies diesmal nicht so ne einsame Geschichte wird, kam @milanrohrer (www.milanrohrer.ch) mit, bzw. er hatte ja eigentlich die Idee dazu ;-)

Abenddämmerung

Irgendwann vor 21 Uhr waren wir beide bereits ready und machten Probefotos, um den besser Ausschnitt beurteilen zu können. So entstand dann auch das Foto oben.

Fotografen im Langis

Das Gute, wenn man so was nicht alleine machen geht: die Zeit vergeht deutlich schneller und es ist nicht so langweilig da es sich angenehm fachsimpeln lässt.

Startrails am Bergbach

Am besagten Abend waren noch Sternschnuppen angesagt, welche wir auch sahen. Aber ablichtbar waren die 3 sehr gut sichtbaren Sternschnuppen nicht. Interessant war einmal mehr unser Wissen von Sternbilder: Den Polarstern fanden wir also nicht auf Anhieb ;-)

Sternenbahnen um den Polarstern

Nachdem wir aber den grossen und kleinen Wagen sortiert, und ein paar Probe-Aufnahmen schossen, konnten wir den Polarstern dann doch noch identifizieren und entsprechend Fotos erstellen, welche Linien um besagten Stern erzeugen.

Leider aber war mein Akku nicht mehr voll geladen, weshalb meine Aufnahme schon nach 42min abbrach… 60min wären geplant gewesen. Also wechselte ich mit neuem Akku schnell noch den Ausschnitt gegen den Pilatus…

Startrails über dem Pilatus

…was aber nach 20min nicht zur Zufriedenheit endete. Es ist unscharf (Baum-Konturen) und die Sternenbahnen haben eine “Ecke” drin (unten/links)… bin wohl am Stativ mal angekommen, oder aber der Boden hat leicht nach gegeben.

In der Nachbearbeitung hab ich dann noch etwas ausprobiert: Was wird aus einem Sternenbahnen-Foto, wenn ich es durch ein HDR-Processing lassen (nik software HDR Efex Pro)? Selbstverständlich nur n’leichtes HDR, damit es noch “echt” wirkt:

Startrails HDR

Ich bin mir bei dem Ergebnis einfach echt unschlüssig – ist auch der Grund, warum es nicht bei Flickr/fotocommunity ist. Im Vergleich mit dem Foto weiter oben, ist hier schon ein bisschen viel los, nicht? Was meint ihr? Zu viel des Guten?

Tokio 2008

Mal wieder stöbere ich so durch meine Aperture-Library und bin auf dieses Foto gestossen. Irgendwie passt mir das Bild im Moment recht gut, zeigt es doch ein Tokio/Japan, das noch in Ordnung war…

Tokio am Abend

Das Foto entstand während einem Gewitter im Oktober 2008, vom Government Building aus, fotografiert durch eine Glasscheibe. Dachte zwar, dass wenn ich das Objektiv an die Scheibe anlege, es keine Reflexionen geben würde… Und der Grund warum es nie auf Flickr (oder fotocommunity) kam, sind aber genau diese störenden Reflexionen, welche es trotzdem irgendwie schafften ins Bild zu kommen.

UPDATE: interessant… hätte ich nun nicht erwartet, aber 2008 hab ich wohl mehr hochgeladen, als ich das heute tun würde… auf Flickr ist das Original ja vorhanden.

Makrokurs mit Fotoevents.ch

Letzten Sommer hab ich über Umwege erfahren, dass ein Fotograf in meiner Nähe Foto-Events veranstaltet. Seine “vielleicht etwas in die Jahre gekommene Website” zeigt sein umfangreiches Kursangebot. Es handelt sich dabei weniger um Foto-Ferien, wie man es von anderen Fotografen kennt, sondern mehrheitlich um Kurse (die aber auch mal etwas länger gehen können). Beim durchstöbern seines Angebots, bin ich auf einen 2-tägigen Makro-Kurs in Versam (Graubünden) gestossen, der mich nicht mehr los lies. Also lies ich mich auf das 320Fr-Experiment (inkl. Vollpension) einfach mal ein.

Der Kurs/Ablauf

An einem Samstag Mitte November gab es nach der Begrüssung durch den Fotograf Walter Gauch in Versam gleich mal etwas Theorie für uns vier Teilnehmer. Dabei konnten wir mit unseren eigenen DSLR-Apparaten diverse Makroutensilien nebst klassischen Makroobjektiven gleich live selbst ausprobieren: Retroadapter, Zwischenringe, Telekonverter, Balgengeräte, Nahlinsen… Walter hatte einfach alles dabei.

Danach galt es sich für ein paar Makro-Utensilien zu entscheiden. Denn damit ging es dann raus. Wir fuhren ins Safiental hinein und fanden dort eine Stelle, wo wir ein paar Stunden das Erlernte umsetzten konnten. Walter stand dabei bei Fragen stets bereit, lies aber jeden selbst Erfahrungen sammeln. Ich war mit einem Retroadapter, meinem 35mm f/1.8 und 2 Slave-Blitzen unterwegs.

Als das Licht dann der Nacht wich, fuhren wir zurück und begutachteten unsere Aufnamen am Beamer. Wir duskutierten konstruktiv über Ausschnitte, Schärfe, Bildaufbau und ähnliches. Danach bereiteten wir uns für den Folgetag vor, sprich wir füllten unsere Rucksäcke mit neuen Makro-Utensilien. Dann genossen wir den Abend noch etwas bei einem leckeren Glas Wein… oder zwei ;-)

Am Morgen dann entschied ich mich, vor dem Frühstück noch etwas Morgenstimmung einfangen zu gehen. So eine Idylle findet man ja nicht jeden Tag. Nach 1h Spazieren war ich dann um 8 auch pünklich aufs Frühstück wieder im Hotel.

Dann gings runter ins Rheintal zur Bahnhofstation Versam (wieder mit dem Auto). Dort machten wir am Fluss dann weiter mit Makro-Fotos-Schiessen. Am zweiten Tag versuchte ich das Balgengerät. Leider aber hatte ich nur wieder mein 35′iger, welches des G-Typs wegen keinen Blendenring hatte und somit immer auf Blende 22 schloss… denkbar unpraktisch.

Walter hatte aber noch ein Canon 50 f/1.4 dabei, welches wir dann mittels Retroadapter an den Nikon-Balgen montierten (ja, das klingt nicht nur nach einem Ultra-Makro…

…das waren komplett neue Sphären! Fokussieren stellte sich dabei als eine wahre Herausforderung heraus. Beim oberen Bild oben musste man sich entscheiden, was vom Tropfen denn nun scharf sein soll – der ganze Tropfen war selbst mit kleineren Blenden nicht komplett scharf zu kriegen… einfach genial (also der Setup… )!

Am späteren Nachmittag brachen wir dann wieder auf zum Hotel, wo wir unsere neuen Bilder gemeinsam besprachen. Walter zeigte uns auch noch ein paar Nachbearbeitungs-Tipps (Photoshop… Elements) – welche wir wiederum auch in der Gruppe diskutierten. Danach brachen wir dann auch schon wieder auf gen Heimat.

Fazit

Alles in allem war das ein äusserst lehrreiches (toller Coach),  gemütliches (tolle Teilnehmer) und amüsantes Wochenende. Ich für meinen Teil werde bestimmt schon bald wieder mal einen Kurs bei Walter buchen – und sei es nur ein “Umgang mit Weiss – Scheeschuh-Tour auf dem Zugerberg inkl. Nachtessen”-Kurs!