
Da ich in letzter Zeit all meine Game-Feeds nicht mehr lese, sondern einfach als gelesen markiere, hab ich auch nicht mit bekommen, dass Sony den Zugang zu PlayStation home für alle PlayStation3 Besitzer geöffnet hat. Zwar wird die Version immer noch als Beta bezeichnet, aber man kann eigentlich schon alles nutzen. Nun hab ich mir das Stück Software mal installiert und mir einen ersten Eindruck verschafft.
Nun um was geht es: PlayStation home erlaubt dem “Spieler” sich in der virtuellen Welt die Zeit zu vertreiben, indem er in die Spielhalle Bowlen, Biliard oder mit Automaten spielen geht. Es gibt auch ein Kino, wo man diverse Film- und Gametrailer ansehen kann. Und es gibt ein Einkaufszentrum, wo man für sein eigenes virtuelles Appartement Einrichtungsgegenstände oder Kleidungsstücke einkaufen kann. Diese Möglichkeiten erforscht man in einer schönen 3D-Welt. Auf der Plaza gibt es auch grosse Monitore wo weitere Trailer laufen.
In dieser Welt sind auch andere PS3-Zocker unterwegs. Mit diesen kann man sich via Text oder Sprache unterhalten. Auch kann man von dort auch dann auch gleich in ein Spiel starten. Also man trifft beispielsweise in home jemanden und kann mit dem Gamer zusammen in Resistance 2 wechseln. Wenn man nicht gleich in ein Retail-Game wechseln will, kann man mit anderen auch in home im Spielsalon eine Runde Billard spielen gehen.
Ich konnte mich aber noch nicht so recht mit home anfreunden: Die Ladezeiten sind zu lang und den dafür erhaltene Nutzen zu gering. Jedesmal wenn ich den Raum wechsle (vom Appartement zur Plaza, von der Plaza ins Kino,…) muss wieder aufs neue geladen werden. Ganz mühsam wird es dann, wenn ich ins Kino gehe: Ich gehe in einen Kinosaal – der Raum muss geladen werden – sitze dann im Kino (ohne Bewegungsmöglichkeiten) und muss nun nochmals warten, bis der Trailer gebuffert ist. Ich verlasse einen Kinoraum und gehe zum nächsten und ich muss nochmals warten, bis der Raum geladen ist. Ich will mal hoffen, dass dies nur Beta-Allüren sind und in der Finalen Version so nicht mehr vor kommen.
Ich geh dann mal ins Einkaufszentrum. Ach sieh an, ein Levi’s Store. Da geh ich doch mal rein. Nette Klamotten für meinen Avatar. Ich will mir ein T-Shirt kaufen… oh, Kaufen basiert hier effektiv auf echtem Geld. Ein T-Shirt für meinen virtuellen Avatar soll im Levi’s-Store also CHF 3.95 kosten? Ich soll also 4 Stutz ausgeben, damit mein Avatar ein Levi-Shirt trägt? Aber sicher doch… gehe ich halt in einen Sony-Store… aber auch dort will man für ein Shirt auch 1.30.
Mein Fazit: In meinen Augen hat Sony übers Ziel hinaus geschossen. Ich kann in dieser 3D-Welt einfach meine Zeit tot schlagen und echtes Geld im Einkaufszentrum ausgeben gehen. Aber warum soll ich mich nun in home rum treiben? Ich habe eine Spielkonsole und will damit Spiele spielen. Ich finde es sehr wohl lustiger, ein Multiplayer Spiel zu spielen, als mich mit Bots zum zu schlagen. Aber warum muss ich nun home verwenden? Damit ich gleich gesinnte finde? Damit ich mich dort mit Freunden treffen kann? Warum kann das nicht direkter gehen?
Konkret: Ich finde das Konzept hinter Microsofts Live-Party viel effektiver? Ich sehe, welche Freunde (klar, die muss ich zuerst schon mal getroffen und hinzugefügt haben) online sind und kann gleich ein Party starten. Wir können in der Gruppe miteinander sprechen und so von Spiel zu Spiel ziehen. Aber vielleicht bin ich auch einfach zu alt geworden. Mir war ja schon Second Life nicht ganz nachvollziehbar. Und home scheint ja das Second Life von Sony zu werden.











