Commadore 64, oder: wie alles begann

Wie ich gerade im Tagi online lese, hat jemand seinen Commadore 64 für 5’000 Franken verkauft. Wenn ich da die Bilder so ansehe, kommen bei mir wieder nostalgische Gefühle auf. Ach waren das noch Zeiten, als das Betriebssystem binnen weniger Sekundenbruchteilen hochgefahren war. Von so was kann man heute nur noch träumen. Eigentlich brauchen heute Betriebssysteme ja immer länger zum Starten…

Und genau: Summer Games. Wie haben wir hier die Joysticks gequält. Ich bleib immer noch bei meiner Theorie, dass das Spiel von Joystick-Herstellern subventioniert war. Bei Kollegen gingen die Dinger haufenweise dahin… nur mit diesem Spiel.

Ach, da war die Welt noch in Ordnung. Und trotzdem: diese Kiste war mein Verderben. Animierte Sprites haben mich damals dazu bewogen, Seitenweise Codezeilen aus Zeitschriften abzutippen, nur um am Schluss einen Ballon über den Bildschirm fliegen zu sehen (ok, bei mir flog nur irgendein Pixelhafen vorüber, musste mich beim Bit-Zählen wohl verrechnet haben).

Und trotzdem blieb ich am Ball. Auf die Basic-Sprache folgte Turbo Pascal in DOS, dann Visual Basic auf Windows und heute schreib ich C# im Büro und lerne noch den C-Syntax, um auch auf dem iPhone einen Ballon über den Bildschirm fliegen zu sehen…

Wii Fit bin ich eigentlich?

Wie schon in ein paar Posts angesprochen, habe ich per Anfang Juli mein Konsolen-Lineup zu Hause vervollständigt – also eine Nintendo Wii neben die PlayStation3 und die Xbox360 gestellt. Mit der Wii selbst kam ja das Spiel Wii Sports noch mit, welches mir schon ein paar “Feedback” in Form von Muskelkater gegeben hat. Baseball und Tennis machen riesig viel Spass – Boxen verlangt etwas mehr Kondition…

In der Lieferung von WoG war aber neben der Konsole selbst auch gleich noch mein erstes effektives Zubehört zur Wii (Spiel wird man das wohl nicht nennen): Nintendo Wii Fit.

Um was es sich bei diesem “Spiel” handelt, dürfte ja niemanden mehr unbekannt sein: Es gibt eine Art Waage, welche sehr sensibel mittels vier Messpunkten die Gewichtsverlagerungen wahr nimmt. Diese Waage – eigentlich Wii Balance Board genannt – ist dann das Gerät, welches der Software ein Feedback gibt, wie gut man die jeweiligen Übungen erledigt.

Ich lasse es mal, zu beschreiben, was für Übungen man da macht. Das kann sich jeder in diversen Videos bei Nintendo selbst oder auf YouTube ansehen. Viel interessanter ist wohl: Was bringt es unter dem Strich? Ich war vor Wii Fit der klassische Informatiker/Antisportler, der lieber zockte, als sich sportlich zu betätigen. Mit Wii Sports/Fit hab ich nun einen zielgruppen-gerechten Start mit Sport machen können. Denn ich zocke, und bewege mich dabei etwas – mit Wii Sports. Mit Wii Fit wird der Bewegungsanteil einfach noch gezielter angegangen. Eine gewisse Grundmotivation muss natürlich vorhanden sein, sonst nützt auch Wii Fit nichts.

Was es bei mir in den letzen 2 Wochen brachte? Gewichtsmässig hat sich unter dem Strich nicht so viel verändert. Fitnessmässig aber bringt mich jeder Tag erneut ins Staunen. Klarstes Feedback: Es gibt ein Jogging-modus, mit welchem ich fast täglich mein Joga- und Muskeltraining abschliesse.  Wo ich anfangs schon nach der kleinen Runde (gut 3min) sehr erschöpft war, kann ich heute 30min Joggen (die ersten 5min bringen mich nicht mal mehr zum Schwitzen) und erhole mich danach in erstaunlich kurzer Zeit wieder. Gemäss Wii Fit bin ich soeben in den 30min 7,576km gelaufen. Aber Wii Fit motiviert mich noch zu mehr: Ich bin nun auch gewillt, das Joggen auszubauen – in the real world. (@softec-jogging-team: Nein. Alleine find ich es entspannender, da ich mein Tempo und mein Rhythmus laufen kann)

Ich werde sicher auch weiterhin mich mit diesem Teil beschäftigen – ich habe mir aber zwischenzeitlich auch noch andere Spiele für die Wii besorgt: Meteorit Prime und Zelda. Super Mario Galaxy wird später sicher auch noch angeschafft, wenn ich dann mal neben dem Sport auch wieder mal zocke… ;-)