Tokyo Akihabara oder Mission GPS-Logger

Der Donnerstag war der offizielle Eröffnungstag der Tokyo Game Show 2008 – leider aber nur für Business. Die breite Öffentlichkeit, zu welcher auch wir gehören, darf erst am Samstag rein. Also haben wir zwischenzeitlich Tokyo etwas weiter erkundet.

Am Donnerstag haben wir den Stadtteil Akihabara von Tokyo avisiert. Dort soll das Elekronik-Viertel sein, wo man aber auch geekiges – typsich japanisches findet. Weiter sollen sich in diesem Viertel auch diese verrückt Gekleideten aufhalten.

Dort angekommen aber entpuppte sich das Viertel einfach als Anhäufung von Shops, welche auf elektronische Artikel und Mangas spezialisiert sind. Auch verkleidete Jugendliche konnten nicht ausgemacht werden. Tia, Kuschti wollte sich noch ein GPS-Tagger (Geologger) kaufen. Das müsste ja in dem Viertel kein Problem sein…. dachten wir…

Rein ins erste Geschäft… uns um sehen, zu den SLR-Kameras gehen, weiter umsehen, Geologger suchen, aber eben nicht finden. Dann mal fragen wir halt mal… “GPS? TomTom, Garmin,… aber als Logger? Wozu denn?” Also erklärten wir mal Sinn und Zweck… “ah, mit Software, ja gehen Sie mal in die PC-Abteilung.”. Dort aber wieder nichts. Kuschti musste bis dort auch schon feststellen, dass Lifttüren hier in Japan keinen Einklemmschutz haben…

Nach diversen Geschäften sind wir dann im Yodobashi-Einkaufszentrum angekommen. Das sind ca. 6 Etagen MediaMarkt… grosser MediaMarkt. Und wirklich, nach erneutem Fragen und Erklären, führte uns ein Mitarbeiter zu einer Auswahl von 2 Sony-Geräten. Ok, nicht berauschend grosse Auswahl, aber ok. Gekauft wurde das Teil dann aber nicht, noch nicht…

Also reisten wir wieder ein paar Stationen weiter… nach Ginza. Dort wollten wir noch etwas trinken gehen. Nach etwas rumgeirre standen wir plötzlich wieder vor der selben Bar, wie ein paar Tage zuvor. Wir wollten aber was neues kennen lernen, also gingen wir ein paar Eingänge weiter… “Club…” hörte sich gut an, sah auch gut aus. Aber gerade als wir rein wollten, hielten uns ein paar Typen im Smoking auf “geschlossene Gesellschaft”. Kuschti wurde auch schon von den Gästen gemustert. Wir wusten nicht, in was für ein Treffen wir da rein gelaufen sind, kehrten aber prompt wieder… ein paar Türen weiter fanden wir dann wieder eine gemütliche Bar fürs Feierabendbier.

Ginza, Shibuya, Club Sega, FastFood und Sake

Die ersten Tage hier in Tokyo haben wir damit verbracht, die Gegend zu erkunden. Und obwohl das eine wohl nie endende Aktivität hier ist (da eine 34 Millionen-Metropole einfach in 2 Wochen nicht ganzheitlich erkundet werden kann), starten wir jeden Tag mit neuer Motivation und finden auch immer bessere Orte.

Am Montag sind wir mit dem Zug zur Tokyo Station (Hauptbahnhof) gefahren – Zugfahren klappt von Tag zu Tag besser. Dort sind wir dann mal nach Ginza gelaufen, was nur wenige hundert Meter neben dem Bahnhof selbst ist. Ginza ist das Einkaufsviertel Tokyo’s… also so Zürich-Bahnhofstrasse-mässig. Dort haben wir dann auch den Apple Store gefunden. Den haben wir zuerst intensiv besucht (alle 4 Etagen) und Kuschti hat sich danach sogar eine Apple AirPort Express gekauft. Damit haben wir nun im Hotelzimmer WLAN.

Danach sind wir mit dem Zug wieder langsam in Richtung Shinjuku gereist, aber in Shibuya (3 Stationen davor) ausgestiegen. Dort mussten wir diese Kreuzung finden, welche zu Spitzenzeiten angeblich von bis zu 15’000 Personen pro Ampelphase überquert wird. Nach ein paar Einkaufsstrassen (und dem zweiten Apple Store) wurden wir dann auch fündig.

Wir wussten aber aus dem Internet, dass es auch in Shinjuku abgehen soll. Bloss ist unser Viertel Nachts so ruhig. Also haben wir im Apple Store in ShiBuya uns noch kurz im Gratis-Internet schlau gemacht, wo das denn sein soll. Es stellte sich heraus, dass Ost-Shinjuku die Vergnügungsmeile ist (was im Nachhinein uns ja schon bekannt hätte sein sollen, da ich das ja sogar selbst hier schon rein geschrieben hatte). Das war kein Kilometer von unserem Hotel entfernt – einfach auf der anderen Seite des Bahnhofs. Dort mal angekommen, gingen wir nach einer Besichtigung des Viertels (“Massage?”) mal ein Bierchen in ner Bar trinken.

Für etwas Aussicht waren wir auf dem Nachbar-Gebäude, dem Tokyo Metropolitan Government Building. Dort arbeiten sage und schreibe gut 13’500 Personen. Im 45 Stock hatte man eine schöne Rundumsicht. Und dieser 45′igste ist irgendwie höher, als der 45′igste unseres Hotels…

Zwischenzeitlich haben wir aber auch ein paar nette Viertel in “West”-Shinjuku kennen gelernt. So waren wir gestern im Club Sega. Das ist eine (von mehreren) Spielhöllen, wie wir sie nicht mehr kennen. Das waren 3 Etagen voll mit Arcade-Automaten, welche zum Teil auch ganz arg fortgeschritten waren (Touch-Screen, Spielkarten-Erkennung,…). Es waren aber auch ein paar Klassiker zu finden (House of the Death). Unterhalten kann man sich dort drin eigentlich auch nicht mehr, da alles “etwas” laut ist.

Dann waren wir in einem Gamer- und Spielwarenhaus. Dort haben wir auch das Spiel Wii Music gefunden, von welchem ich in der Schweiz noch nie was gehört habe. Kommt aber angeblich auch bei uns Mitte November raus (@DAT: sieh es dir an).

Danach suchten wir wieder eine Bar auf, wo wir uns zuerst ein Bierchen gönnten. Nach gelöschtem Durst bestellten wir uns noch ein “Hot and Spicy Chicken“, was für Kuschti als kulinarisches Experiment gewertet wurde (Pickles waren ihm nicht ganz geheuer). Es stellte sich aber als einfaches gewürztes Hühnchen heraus. 

McDonnalds gibts hier echt an jeder Ecke mindestens einmal. StarBucks gibts auch recht viele. Und Kuschti hat so einen optischen Trigger, der sieht einen McDonnalds schon, wenn er nur eine  Teil-Spiegelung des M’s in einer Wasserpfütze im Sichtfeld hat. 

Gestern Abend sind wir dann in der Sky-Lounge unseres Hotels (45′igste Etage) noch einen Schlummerdrink nehmen gegangen. Kuschti und ich bestellten uns mal Sake – heiss.

Ist etwas gewöhnungsbedürftig, das Zeug, muss ich auch zugeben. Vorallem hatte man bei der getrunkenen Version immer so einen Geschmack von Fondue in der Nase. Sehr eigenartig. Kostentechnisch hingegen war das Bier von Markus nur gut 1 Fr. billiger als unser Sake. Aber ein 10 Fr. Bier hat wahrscheinlich auch was…

Heute ist das Wetter hier nicht so toll. Gestern hat es am Abend schon geregnet, heute könnte es auch noch zu einem Wolkenbruch kommen. Wir werden uns daher nun mal zum Disney SeaWorld begeben – so als Schlechtwetter-Programm.

Allgemein gilt: Schaut euch auf Flickr noch weitere Bilder an. Dort hat es von Markus und Pascal und mir noch mehr Impressionen.