Letzten Sommer hab ich über Umwege erfahren, dass ein Fotograf in meiner Nähe Foto-Events veranstaltet. Seine “vielleicht etwas in die Jahre gekommene Website” zeigt sein umfangreiches Kursangebot. Es handelt sich dabei weniger um Foto-Ferien, wie man es von anderen Fotografen kennt, sondern mehrheitlich um Kurse (die aber auch mal etwas länger gehen können). Beim durchstöbern seines Angebots, bin ich auf einen 2-tägigen Makro-Kurs in Versam (Graubünden) gestossen, der mich nicht mehr los lies. Also lies ich mich auf das 320Fr-Experiment (inkl. Vollpension) einfach mal ein.
Der Kurs/Ablauf
An einem Samstag Mitte November gab es nach der Begrüssung durch den Fotograf Walter Gauch in Versam gleich mal etwas Theorie für uns vier Teilnehmer. Dabei konnten wir mit unseren eigenen DSLR-Apparaten diverse Makroutensilien nebst klassischen Makroobjektiven gleich live selbst ausprobieren: Retroadapter, Zwischenringe, Telekonverter, Balgengeräte, Nahlinsen… Walter hatte einfach alles dabei.
Danach galt es sich für ein paar Makro-Utensilien zu entscheiden. Denn damit ging es dann raus. Wir fuhren ins Safiental hinein und fanden dort eine Stelle, wo wir ein paar Stunden das Erlernte umsetzten konnten. Walter stand dabei bei Fragen stets bereit, lies aber jeden selbst Erfahrungen sammeln. Ich war mit einem Retroadapter, meinem 35mm f/1.8 und 2 Slave-Blitzen unterwegs.

Als das Licht dann der Nacht wich, fuhren wir zurück und begutachteten unsere Aufnamen am Beamer. Wir duskutierten konstruktiv über Ausschnitte, Schärfe, Bildaufbau und ähnliches. Danach bereiteten wir uns für den Folgetag vor, sprich wir füllten unsere Rucksäcke mit neuen Makro-Utensilien. Dann genossen wir den Abend noch etwas bei einem leckeren Glas Wein… oder zwei ;-)
Am Morgen dann entschied ich mich, vor dem Frühstück noch etwas Morgenstimmung einfangen zu gehen. So eine Idylle findet man ja nicht jeden Tag. Nach 1h Spazieren war ich dann um 8 auch pünklich aufs Frühstück wieder im Hotel.

Dann gings runter ins Rheintal zur Bahnhofstation Versam (wieder mit dem Auto). Dort machten wir am Fluss dann weiter mit Makro-Fotos-Schiessen. Am zweiten Tag versuchte ich das Balgengerät. Leider aber hatte ich nur wieder mein 35′iger, welches des G-Typs wegen keinen Blendenring hatte und somit immer auf Blende 22 schloss… denkbar unpraktisch.
Walter hatte aber noch ein Canon 50 f/1.4 dabei, welches wir dann mittels Retroadapter an den Nikon-Balgen montierten (ja, das klingt nicht nur nach einem Ultra-Makro…
…das waren komplett neue Sphären! Fokussieren stellte sich dabei als eine wahre Herausforderung heraus. Beim oberen Bild oben musste man sich entscheiden, was vom Tropfen denn nun scharf sein soll – der ganze Tropfen war selbst mit kleineren Blenden nicht komplett scharf zu kriegen… einfach genial (also der Setup… )!
Am späteren Nachmittag brachen wir dann wieder auf zum Hotel, wo wir unsere neuen Bilder gemeinsam besprachen. Walter zeigte uns auch noch ein paar Nachbearbeitungs-Tipps (Photoshop… Elements) – welche wir wiederum auch in der Gruppe diskutierten. Danach brachen wir dann auch schon wieder auf gen Heimat.
Fazit
Alles in allem war das ein äusserst lehrreiches (toller Coach), gemütliches (tolle Teilnehmer) und amüsantes Wochenende. Ich für meinen Teil werde bestimmt schon bald wieder mal einen Kurs bei Walter buchen – und sei es nur ein “Umgang mit Weiss – Scheeschuh-Tour auf dem Zugerberg inkl. Nachtessen”-Kurs!






