Welcome to the Wild Wild West

Meine CinéCard glüht seit ich sie habe immer mehr. Kuschti, ScratG und ich gingen in letzer Zeit wöchentlich mehr als ein Film im Kino ansehen. Damit wir unsere Quote auch weiterhin so hoch halten können, gingen wir am Montag den Film 3:10 to Yuma sehen.

Das Genre Western konnte in letzter Zeit nicht mehr mit grossen Filmen aufwarten. Es gibt sogar solche, welche den Western für Tot erklärt hatten. Tia, soviel vornweg: Da waren wohl ein paar etwas voreilig – ich inklusive!

Die Gangster-Bande rum um Ben Wade (Russell Crowe) überfällt eine Post-kutsche, welche viel Geld der Eisenbahn-Gesellschaft Southern Pacific Railroad in die Stadt bringen sollte. Der Überfall wird aber vom bankrotten Farmer und Kriegsveteran der Union Army Dan Evans (Christian Bale) und seinen Söhnen per Zufall beobachtet. Die Bande aber wiederum bemerkt die Beobachter gleich und nimmt ihnen die Pferde weg, damit diese den Überfall nicht melden gehen können – bzw. zumindest nicht bevor die Bande ihren Plan fertig ausführen konnte.

Die beiden treffen dann wieder in der Stadt aufeinander, was dann dummer-weise zur Verhaftung Wade’s führt (meine Lieblingsszene!). Nun gut, Wade soll nun nach Contention zum Bahnhof gebracht werden, wo dann um 3:10 Uhr der Zug nach Yuma fährt (In Yuma, Arizona ist das Gefängnis, welches auf Wade wartet). Das blöde daran: Es ist ein 3 Tages Ritt, bis nach Contention. Und die Bande wird alles daran legen, ihren Boss wieder zurück zu kriegen.

Der Film hat wirklich Spass gemacht. Jeder, der auch nur etwas mit Western oder einfach einem kurzweiligen und spannendem Film anfangen kann, sollte sich den Todeszug nach Yuma, wie er im deutschen auch heisst, nicht entgehen lassen. Es gibt die typischen Western-Elemente wie Schiessereien (wo ca. 80% aller Kugeln daneben gehen), Eisenbahngesellschaften, Salons und der stete Versuch der Korruption.

Meine Empfehlung für diesen Film: 4.5/5 Punkten

Überraschung, Überraschung

Die CinéCard von Kitag bietet ein Feature, das sich Ü-Film nennt. Kurz um: Man kauft sich ein Kino-Ticket, weiss aber nicht, was man sich ansehen geht. Das einzige was sicher ist, ist dass man den Film noch nicht gesehen hat, da er eigentlich noch gar nicht läuft (zumindest noch nicht in dem Kino/Land).

Der Film kann dann auch irgendwas sein, was man sich sonst nicht ansehen gehen würde. Vielleicht ist dies etwas verständlicher, wenn ich mal aufzähle, was so in der Vergangenheit gezeigt wurde:

Monat Film
März 07 Alpha Dog (ZH/BE/SG) / Music and Lyrics (BS)
April 07 Heartbreak Hotel
Mail 07 Hot Fuzz
Juni 07 Shrek the Third
Juli 07 Next
August 07 Evan Almighty
September 07 The Bourne Ultimatum
Oktober 07 Premonition
November 07 Meine schöne Bescherung (ZH/SG) / Lions for Lambs (BE/BS)
Dezember 07 Bee Movie
Januar 08 The Mist
Februar08 Cloverfield

Ja, ich glaube, das verdeutlicht in etwa, was als Ü-Film gezeigt werden könnte. Es gibt kein Muster, kein präferiertes Genre, keine Qualitätsgarantie. Für dieses Event lassen sich im Speziellen auch nicht Tickets reservieren, sondern nur kaufen.

Nun gut, Kuschti, ScratG und ich haben uns mal auf dieses Experiment eingelassen und uns für die 12 Stutz ein Ticket gekauft. Man geht also ins Kino, schaut sich die Trailer an – und rätselt immer mehr, was denn nun als Film dann startet.

Wir waren zuerst der Meinung, dass Filme, welche als Trailer liefen, dann nicht mehr in Frage kommen würden. Da hatten wir uns aber geirrt – und eine Menge anderer im Saal auch. Und dann startete der Film und man war überrascht… wenn gleich es bei mir gemischte Gefühle waren. Aber dazu mehr im Post zum Film: Cloverfield.

Das Ganze war aber schon extrem witzig. Die Spannung vor dem Film, die Gespräche in der Pause, da der Film nicht jedermanns Sache war (…) und das Fazit nach dem Anlass. Zum Glück hab ich am Mittwoch immer Zeit – so werde ich wohl auch im März an diesem Event wieder teil nehmen.

Das herbstliche Wetter der Menschheit

Nachdem Kuschti, ScratG und ich uns am letzten Freitag den Film National Treasure 2 angesehen hatten, sind wir vom Maxx-Kino 3 direkt ins Maxx 4 gegangen, um uns noch die Verfilmung von Steven King’s The Mist anzusehen.

Nach einem Unwetter kommt plötzlich ein komischer Nebel über den See ins Städtchen. Da der Sturm grosse Schäden anrichtete, geht David Drayton (Thomas Jane) zusammen mit seinem Sohn Billy (Nathan Gamble) und dem Nachbar Brent Norton (Andre Braugher) zum Supermarkt.

Dort angekommen, kommt auch schon der Nebel und mit ihm die erste Person angerannt, welche erzählt, dass da etwas unheimliches im Nebel sei. Also verbarrikadieren sich alle Leute fortan im Supermarkt.
So isoliert bilden sich bald zwei Parteien. Die einen folgen David Drayton und Amanda Dunfrey (Laurie Holden), die Anderen der religiösen Fanatikerin/Spinnerin Mrs. Carmody (Marcia Gay Harden). Der Nebel offenbart dann auch relativ schnell seine “Mitreisenden”. Es kommt aus, dass es sich um ein missglücktes militärisches Experiment handelt, welches ein Portal in eine andere Dimension erstellt hat. Dies gibt Mrs. Carmody die nötigen Argumente/Beweise, dass es sich um eine Strafe Gottes handelt.

Der Film ist kein Horror-Schocker. Es gibt Aliens, es gibt Tote und es gibt Personen, welche man am liebsten selbst in die “andere Dimension” befördern würde. Wenn man den Film einfach so ansieht, ist er eigentlich sehr flach.

Aber man kann – und ich glaube, das kann man so sehen, da der Autor Steven King ist – in diesen Film mehr interpretieren. Ich sehe das so, dass damit gezeigt wird, wie Menschen ohne Strukturen in speziellen Situation eine Eigendynamik entwickeln, bzw. ihr wahres Bild zeigen. Der Nebel zeit das dunkle Innere der Menschen – das Unheil, welche sie vollbringen. Im Supermarkt wird die Klassentrennung verstärkt (Stichwort: der Richter) und wie Menschen plötzlich wieder zur Religion finden, da sie keinen andere Lösung sehen. Selbst das Ende (wird nicht verraten) passt in diese Ansicht des Film. Die Lösung kommt dann, wenn es zu spät ist.

Von dieser Seite betrachtet stufe ich den Film wieder besser ein. Ohne dieser Ansicht ist es ein 08/15-Film ohne Highlights, ohne Spannung, ohne Tiefang. Selbst die Umsetzung der Aliens überzeugten mich nicht restlos.

Meine Wertung für diesen Film: 3/5 Punkten