Es führt kein Weg an Apple vorbei

Irgendwie bin ich schon zum Apple FanBoy mutiert. Es gibt kaum ein Gerät (*grübel* gibt es ein Gerät?) von Apple, welches mich nicht fasziniert und zu Kaufüberlegungen anregt.

Ich meine, klar hab ich mir schon mehr als einmal Gedanken gemacht, ob ich mir ein Apple MacBook Air kaufen soll. Ich schleppe mein MacBook täglich mit mir herum und gehe an Meetings bei Kunden (Ja, als Microsoft SharePoint Consultant/Developer. Und ja, hat auch schon öfters Fragen deswegen gegeben).
Und nein, den Kauf eines Macs habe ich noch nie bereut! Der MacMini war wohl meine weiseste Entscheidung in meinem ganzen IT-Equipment-Einkaufsleben. Er verrichtet heute noch sehr zuverlässig seinen Dienst. Auch mein MacBook hat mich immer treu begleitet.

Aber nun musste mein MacBook ja in die Reparatur, da das Gehäuse einen Schaden erlitt. Als ich dann da so im DataQuest war, das MacBook bereits im ServiceCenter abgegeben hatte und noch etwas bei den Geräten rum irrte, nun ja,… idealerweise hatte ich auch noch genügend Bargeld bei mir, was lag da also näher, als ein “Ersatzgerät” anzuschaffen?

Da ich mir “nur” für das 1,6GHz Air mit HDD entschieden hatte, war noch genügend Stutz übrig, um noch eine passende Tasche zu kaufen. Und da ich gerade so dabei war… nun ja…

…sagen wir so, ich hab zuHause nun ein WLAN nach IEEE 802.11n und ein 500GB Backup-Tank: Eine Time Capsule steht nun grün leuchtend im Büro.

Erste Erkenntnisse: Apple MacBook Air

Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass das Teil dünn und leicht (1,36kg) ist. Auch ist wohl klar, dass die Verarbeitung tadellos ist. Was gegenüber meinem MacBook auffällt ist das Display, welches dank LED-Backlight irgendwie ein schöneres Schwarz hinkriegt. Auch die Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung (Variabel einstellbar, bzw. mit Helligkeitssensor vom Display) ist sehr nett. Wo ich mich aber noch etwas gewöhnen muss ist aber die magere Anzahl von Anschlüssen (bzw. Ethernet RJ45). Die Abwesenheit eines DVD-Laufwerks war hingegen bis jetzt noch kein Problem.

Wie sich das MBA in meinem täglichen Berufsleben bewähren wird, zeigt sich dann ab nächster Woche, wenn es zu meinem steten Begleiter wird.

Erste Erkenntnisse: Time Capsule 500GB

Konfiguration ist analog meiner Apple AirPort Express gewohnt einfach. Auch haben MacMini, MacBook und MacBook Air ohne Probleme die TC gefunden und ihre Backups darauf angelegt (was bei den 60GB vom MacMini aber so seine Zeit dauerte).

Was ganz erfreulich ist, ist das neue WLAN. Ich habe nun parallel zu meinem 802.11g WLAN mit der TC ein n-Netz hoch gefahren, worin sich nur die n-Geräte tummeln. Und endlich, endlich, endlich: Die MacBooks können nun aus dem Ruhemodus erwachen und befinden sich sofort im WLAN. Das ewige Retry-Button-Smashing gehört der Vergangenheit an (10.5.2 war leider nicht die definitive Lösung). Der Schlüssel war also wirklich die Wahl auf einen Apple Access Point.

@kuschti Dass du mir das MacBook Air zu besseren Konditionen beschaffen hättest können, ist mir im DataQuest nicht mehr in den Sinn gekommen. Dort drin herrschen irgendwelche Gehirnwellen hemmende Strahlungen oder so (um es nicht auf meine labilen Kaufentscheidungen zurück zuführen) ;-)

MacBook in Reparatur bei DataQuest Luzern

Mein MacBook hatte seit ein paar Wochen einen Schaden am Gehäuse. Dort, wo der Monitor auf die Unterseite des MacBook’s schliesst, war ein Riss im Gehäuse entstanden. Gemäss Apple (und vor Ort auch bei DataQuest) ein bekanntes Problem einer Serie – Garantiearbeit.

Nach einem Telefongespräch mit dem Apple Support erhielt ich eine Vorgangsnummer, mit welcher ich mich im DataQuest melden dürfe. Diese und die letzte Woche hatte ich Ferien, was der ideale Zeitpunkt für die Reparatur war – benötige ich das MacBook doch in meinem beruflichen Alltag fast täglich.

Also brachte ich das Teil in den DataQuest. Damit ich keinen Datenverlust erleide, hätte ich noch ein Backup erstellen lassen können. Aber wer bin ich? Backup wird doch über bewertet…

Damit die Jungs vom DataQuest bei “Problemen” auf das Gerät zugreifen können, wollten die noch mein Admin-Passwort… hätte ich das doch vorher noch neutralisiert, aber was soll’s, wird wohl nichts passieren *hoff*

Gestern hab ich dann mein MacBook wieder von der Reparatur abgeholt – hab Tage zuvor ein SMS erhalten, mit der Info, dass das Gerät abholbereit sei. Was wurde nun effektiv ersetzt? Nun eigentlich fast alles: Das defekte Teil (hellgraue Oberfläche um die Tastatur herum) gibt’s nur als ein Teil, welches alles dran hat: Tasten, Touchpad und das Gehäuse drum herum. Was noch beim alten blieb ist die weisse Schale meines MacBook’s, der Rest ist Fabrikneu!

7/11, Apple’s dunkler Tag?

Ich habe bei Macnotes.de einen Kommentar gelesen, welcher unter dem Strich den gestrigen Tag als schwarzer Tag für Apple zusammen fasst. Ich kann mich dem nicht so ganz anschliessen – obwohl ich gewisse Punkte im Kommentar nachvollziehbar finde – aber lange nicht jeden.

Ich muss aber auch sagen, dass ich hier nur aus schweizer Sicht schreibe – so als Gegenstück zum stark deutsch fokusierten Macnotes-Kommentar.

iPhone 3G

“...kaum eine Warteschlange war länger als 15-20 Personen...”,… hmm ich bin um 0415 Uhr vor dem luzerner Swisscom-Shop gestanden und da war schon diese Menge an Personen anzutreffen. Selbst dann beim zweiten Anlauf im nächst grösseren Einkaufszentrum war diese Menge anzutreffen, und dann war es schon 0900 Uhr. Absagen mussten bei uns auch nur den Personen gemacht werden, welche das Geschäft mit einem 16GB iPhone verlassen wollten. 8GB Geräte hatte es meines Wissens nach genügend.

Ich muss aber auch zugeben, dass 15’000 Geräte ja wohl ein Witz für ein Land wie Deutschland sind. Diese Zahl liegt ja im Bereich der gemunkelten Geräte, welche bei uns Swisscom alleine gekriegt haben soll (Total 25’000 Geräte für die ganze Schweiz – diversen Gerüchten zu folge).

Aber von der Logisik her gibt es bei uns nichts zu meckern. Jeder Shop – und war er noch so klein – konnte am Freitag morgen Geräte verkaufen. Im Vergleich zu den Problemen in Deutschland und UK darf man hier als davon ausgehen, dass der Logistik-Partner der eidgenössischen Carrier gute Arbeit geleistet hat. Klar wären mehr Geräte toll gewesen, aber dafür können die Carrier ja nichts, sondern das ist ja Apple, welche die vorhandenen Mengen an Geräten weltweit aufteilt – und ja, Apple ist nicht dafür bekannt, dass bei Verkaufsstart die Nachfrage immer gleich gedeckt wird.

Daher kann ich nicht ganz nachvollziehen, dass Apple sich übernommen haben soll, das iPhone 3G weltweit an einem Tag zu veröffentlichen. Die Probleme scheinen mir eher länderspezifischer oder gar carrier-spezifischer Natur zu sein. 

Wenn Aktivierungsprobleme auftauchen, weil die Shops mit Windows 2000 versuchten iTunes 7.7 zu verwenden, oder weil die Shops die Geräte erst am Freitag Nachmittag oder gar erst am Samstag erhalten, liegt wohl ganz klar an der Feinlogistik der Carrier.

MobileMe

So schlimm fand ich es nun auch wieder nicht! Denn was hat nicht funktioniert: Die Web Applikationen. Als ich das iPhone um ca 1000 Uhr im Cafe neben dem Swisscom Shop konfigurierte, konnte ich den MobileMe-Synchronisations-Dienst einrichten und erhielt so all meine Adressen und Kalendereinträge. Auch der Mac zu Hause hat seine Daten synchronisiert. 

Was ich hier effektiv zu bemängeln habe, ist die allgemeine Performance der Web Applikationen. Aber das ist für uns Europäer ja auch nichts neues. So brilliert die Web-Gallery ja auch nicht gerade in Sachen Performance. 

Aber jetzt, wo das mit den Web-Applikationen funktioniert, muss ich eines schon eingestehen: Funktionieren tun die Dinger halt schon geil. Die stellen sogar einen Outlook-Web-Access des aktuellen Exchange-Servers in den Schatten .

Faizt

Womit könne Apple sich nun gestern effektiv übernommen haben? Zuwenig Geräte entgegen der Nachfrage? Das dürfte niemand überraschen, der auch schon mal Apple Produkte gekauft hat. Das war zu erwarten. 

Schlechte logistische Leistungen? Wird wohl auch nicht auf Apples Konto gehen. Da dies in meinen Augen ein Problem der Carrier war, bzw. in der Schweiz nicht aufgetreten sind (korrigiert mich).
MobileMe? Ja, das hätte besser starten können. So von wegen “Erster Eindruck”. Aber ganz so schlimm fand ich das nun nicht, da die Synchronisation ja funktionierte.

Aktivierungsprobleme? Auch hier hätte Apple die iTunes-Umgebung (kurzzeitig) etwas stärker auslegen müssen. Aber auch hier? Ich weiss nicht, wann diese Probleme zeitlich auftauchen hätten sollen, denn am Vormittag (bis ca 1100 Uhr) hätte ich das mitbekommen, da ich neben einem Shop sitzend die Kunden verärgert hätte raus kommen sehen sollen.

Insofern ziehe ich – nach wie vor – vor Apple den Hut, so einen Launch an einem Tag zu machen. Alle die das nicht so sehen, sollen das mal besser machen.