Wie ihr sicherlich an meinem Google+, Flickr, fotocommunity oder 500px Profil bereits gesehen habt, war ich Anfang Dezember 2011 in Äthiopien. Nach der Polarlichtreise habe ich zum zweiten Male dieses Jahres eine Fotoreise mit Dionys Moser (fotoreisen.ch) unternommen.

Vulkan Erta Ale in der Morgendämmerung
Aber von vorn: Als ich der Familie, Verwandten, Freunden und Arbeitskollegen von dieser Reise vorgängig erzählte, hätten die Reaktionen nicht unterschiedlicher sein können. So war von “was? auf einen richtigen Vulkan? Cool!” über “Äthiopien? na ja, spezielles Urlaubsziel!” bis “…aber das EDA rät doch davon ab…” alles dabei. Ich blieb aber stets positiv eingestellt.

Afar mit seinen Kamelen unterwegs zum Salzsee
Vor der Reise dann ergänzte ich noch mein Equipment. Eigentlich hatte ich vor, noch ne Vollformat-Kamera zu kaufen (ISO, Rauschverhalten, 2. Body). Da die D700 von Nikon aber just nicht mehr verfügbar war (bis 2-3 Tage vor Abflug) und die D800 noch nicht auf dem Markt geschweige denn offiziell angekündigt war, reiste ich nur mit meiner Nikon D300s nach Afrika… oder fast ;-) Bei der Fujifilm X100 zweifelte ich lange, ob sie der sehr staubigen Gegend gewachsen ist. Und wenige Tage vor der Abreise wurde mir noch eine GoPro auf der Kreditkarte belastet… die fiel aber neben dem 10.5 Nikon Fisheye- und dem Tokina 11-16 f/2.8-Objektiv, dem LEE-Filter Starterkit und einem Getriebeneige-Stativkopf nicht so auf.

Panoramabild von der Fuji X100
Die Reise selbst bestand aus viel Sitzen in Toyota LandCruiser, wenig Schlafen, schlechter Luft und Knipsen. Das Teilnehmerfeld brachte auch ein sehr vielfältiges Equipment mit: So waren von Sony Kompaktkameras über die bekannten DSLR’s bis zu Hasselblad / PhaseOne diverseste Kamera-Klassen vertreten.

Schwefeldämpfe, ne starke Sonne und über 50°C
Die angesprochene schlechte Luft war am Vulkan Erta Ale präsent, wie auch beim Vulkan Dallol, der mit seinen Schwefel/Salz-Strukturen lockte. Der Aufenthalt war also weniger für eine Auffrischung einer Bräune gedacht, als mehr dem Erleben abstrakter Landschaften… Landschaften, welche ohne Atemmaske nicht sonderlich Gesund gewesen wären.

Vulkan Dallol mit all seinen Schwefel-Farben
Auf der Reise konnte ich das neue Equipment auch gleich wunderbar einsetzen. Allen voran die LEE-Filter: Hab einen 0.6ND Graufverlaufsfilter und einen Coral-Verlaufsfilter. Ich hätte ehrlich gesagt nicht erwartet, dass diese Filter einen so genialen Einfluss auf die Ergebnisse hätten. Die ersten 2-3 Fotos mit dem Grauverlaufsfilter wurden nicht ganz so super, da ich den Verlauf zu tief ansetzte, aber danach war ich nicht mehr zu halten. Die Filter sind einfach genial!

Kamele und Esel auf dem Weg zum Salzsee
Einmal mehr war die Reise von vielen neuen Impressionen geprägt, einem interessanten Teilnehmerfeld und einer wirklich guten Reiseleitung durch Dionys, Raymo Hoffman und dem lokalen Team vor Ort. Ich freue mich bereits jetzt auf die nächste Fotoreise… wenn bloss die Auswahl nicht so gross wäre ;-)