Audi S6 Avant 5.2 V10 quattro

Dieses Thema wartet eigentlich schon länger darauf, hier nieder geschrieben zu werden. Ich habe den 16 Monate alten Seat Leon Cupra, welcher auf 300PS getunt war, gegen ein anderes Fahrzeug eingetauscht. Diese Tatsache ist eigentlich auch nicht mehr so brandneu, da es bereits mitte November geschah. Aber am 01.01.2009 in den frühen Morgenstunden fand noch das Erlebnis statt, welches mich nun doch zu diesem Post hier bringt. Aber beginnen wir von Vorne:

Der Seat war für mich eigentlich stets ein sehr sportliches und extrem agiles Auto. Da ich aber nun mal täglich gut 45km Autobahn zur Arbeit und wieder zurück fahre (inkl. Stau/zähfliessendem Verkehr), entsprach dieser handgeschaltete, tiefer gelegte Sportwagen nicht ganz meinen Anforderungen. Klar, der Turbomotor ermöglichte ein sehr schaltfaules Fahren – waren doch selbst bei niedrigeren Drehzahlen immer noch genügend Leistungsreserven abrufbar. Und ja, hin und wieder überkam es mich und ich musste die Leistung in Tunnels akustisch “offenlegen”. Spässe, welche ich machen konnte, ohne in der 100km/h-Zone gleich auf 140 hoch gehen zu müssen. 

Mein Traum aber war es schon länger, einmal einen Motor zu fahren, der mit mehr als 4 Zylinder den stets teurer werdenden Benzin verbrennt. Natürlich mit dem Wissen, dass die Erfüllung des Traums mit Mehrausgaben beim Tankwart verbunden waren. So ein 6 Zylinder Motor, welcher sich in gut 3 Liter Hubraum austobt, wäre meine realistische Einschätzung gewesen. 

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Ich habe mir dann diverse Fahrzeuge angesehen. Ein SUV wäre nett, aber wie soll ich mit Q7&Co. in Parkhäuser parken können? Da ich auch noch oft bei Kunden bin, war dies ein sehr wichtiges Entscheidungskriterium. Ich schaute mir dann mal den neuen Nissan Murano an. Der Motor wäre mit 3.5 Liter Hubraum auf 6 Zylinder eigentlich ideal. Ich möchte aber auch ein Motor, der seine Grösse in einen Vorteil aufzeigen kann. Und da fiel der Murano wieder raus: 8s für den Paradesprint 0-100km/h, gut 11 Liter/100km, für knapp 300PS. Ich suchte dann doch eher etwas sportlicheres. Auch der BMW X3 war lange in der engeren Auswahl: sportlicher Motor, ideale Abmessungen und gute Verarbeitung, Haptik und Materialwahl (mir extrem wichtig). Das Aussendesign aber ist auch schon etwas in die Jahre gekommen. Ich erwarte eigentlich täglich die Meldung von BMW über das Nachfolgemodell. Und der erst kürzlich erschienene Audi Q5? Motor, Design, Verarbeitung,… alles Bestens. Aber irgendwie finde ich, dass es nicht angehen kann für ein Auto dieser Grösse 100’000 CHF auszugeben (ausgestattet).

Und dann sah ich bei der Avus Auto AG plötzlich einen Audi S6. Die Garage kenne ich nun schon ein paar Jahre – hab ich meine letzten 3 Autos doch schon dort vom Hof gefahren. Ein S6 erschien mir aber einfach nicht realistisch. Der Motor säuft sicher zuviel und auch Versicherung und Strassensteuer ist sicher nicht bezahlbar. Aber man konnte sich ja mal schlau machen. …www.audi.ch

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Tja, 5.3s und ich bin auf 100km/h; im Schnitt soll er 12.6l/100km in Vortrieb umwandeln; 435 Pferdchen welche im Verhältnis 40:60 auf die Achsen gelassen werden und so ein Drehmoment von 540Nm anlegen… Werte, welche auf dem Papier ganz ordentlich aussehen und vorallem im Vergleich zum Murano effizienter erscheinen. Notitz am Rande: Der Motor ist im Konzern schon etwas länger im Einsatz, findet man ihn doch leicht geändert auch im Lamborghini Gallardo.

Wegen den Versicherungen wollte ich mich bei Comparis schlau machen, aber aufgrund eines Bruttoneupreises von über 100’000CHF, war das leider nicht möglich. Also holte ich die Offerten selbst ein. Die Kosten dafür laufen schon recht extrem von Gesellschaft zu Gesellschaft auseinander (zwischen 2700-4300 pro Jahr). Aber auch das schreckte mich nicht so ab. Irgendwie hatten meine Vorurteile noch nicht so recht Bestätigung gefunden.

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Also ab zur Probefahrt: Dem S6 schien kein einziges Feature zu fehlen… und auch der 5.2 Liter 10-Zylinder-Motor scheint sein Versprechen zu halten. Aber ohne einem Turbolader scheint die Beschleunigung nicht so agil. Achtet man aber auf die Nadeln, wird man über die Relativ-Verschiebungen ausserhalb des Dämmglases eines besseren belehrt. Der angegebene Verbrauch scheint ebenfalls möglich, wenn man denn nicht stets alle Pferde im Galopp freien Lauf lässt. (Meine gut 6 Wochen mit dem Fahrzeug haben einen Schnittverbrauch zwischen 12,6-13,2 ergeben, je nach Strecke und Fahrweise.)

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Ich konnte mich nun schon von diversen Optionen überzeugen lassen. HomeLink für den Garagentor-Öffner, DAB-Radio für Unterwegs (und DVB-TV im Stehen), Abstandstempomat, Standheizung und so weiter. Einzig der Allradantrieb quattro konnte bis eben dem 01.01.09 Frühmorgens noch nicht sein wahres Potential zeigen. Nach Silvester fuhr ich durch den gut 20cm tiefen Neuschnee nach Hause. Zu Hause angekommen, ruft mich mein Bruder an: Er komme mit seinen frontangetriebenen Auto (Marke und Modell lassen wir mal weg) nicht mehr zu seiner Garage hoch. Nicht mal der Besucherparkplatz gleich neben der gräumten Hauptstrasse erreiche er wegen der leichten Steigung nicht mal mehr. Er musste sich sogar von ein paar Jungs, welche dort rum standen wieder in die richtige Richtung schieben lassen…

Also lies er sein Auto bei mir und wir machten uns im Audi S6 auf den Weg. Wir waren beide nun sehr gespannt, wie gut sich nun ein allrad-angetriebenes Fahrzeug schlägt. Wie weit er wohl kommen würde? Erinnerung an einen Audi-Spot kamen mir in den Sinn, als ein A6 quattro eine Skischanze hoch fuhr. Seine Einfahrt kam: Weg von der Hauptstrasse, rein in die Quartierstrasse. Die Jungs standen immer noch dort rum… jetzt bloss keine Blösse. Die erste Steigung am Besucherparkplatz vorbei aber fuhr der quattro ohne auch nur irgendwie mit der Elektronik offensichtlich helfen zu müssen. Dann aber standen wir vor dem steileren Teil zwei des Weges. Ich wurde übermütig: Kann der Audi sogar den steileren noch unbefahrenen Weg hoch zum Hauseingang bewältigen? Und als ob nichts wäre, fuhr er auch diese Strasse hoch, als ob da gar kein Schnee liegen würde. Muss zugeben, ich erwartete irgendwie, dass er es schafft. Aber ich hätte mit Einsatz von ESP und Co gerechnet. Schliesslich zieht ein Leergewicht von 2045kg bergab. Und ob 275′er auf 19″ Felgen die ideale Dimensionen für Winterpneus sind, weiss ich auch nicht. Aber irgendwie scheint es zu passen. 

Ich für meinen Teil bin mit dem Audi sehr glücklich. Auch die Benzinpreise befinden sich aktuell auf einem idealen Niveau. Mal sehen, wie lange ich den Durst der 5.2 Liter Hubraum zu stillen vermag.

DTM Finalrennen 2007 in Hockenheim

Was muss ich da gerade noch feststellen? Ich hab ja noch gar nichts über über meinen Ausflug nach Deutschland geschrieben. Ich war zusammen mit Andy (im Bild) am 14. Oktober in Hockenheim das Finalrennen der DTM sehen.

Am besagten Sonntag schnell nach Hockenheim fahren, das Rennen sehen und wieder zurück. Das ist eine für mich nicht alltägliche Strecke. Aber mit meinem neuen Seat Leon Cupra (mensch, da gibt es ja auch noch keinen Blog drüber….) war das ja nur halb so wild. Netter Nebeneffekt: Ich konnte mein neues “Spielzeug” mal etwas ausfahren. Hätte es nicht so viele Nebelwände zwischen den sonnigen Abschnitten gehabt, hätte ich sicher die Limite des Fahrzeuges austesten können. So aber blieb es bei 240 Sachen, das der auf gut 300 PS gedopte Seat mit 5000 Touren ohne Probleme erreichte. Continue reading