Donnerstag 16. November 2006, 2100
Itchy Sanchez driftet gerade mit seinem Austin Martin DB9 einen Canyon hinunter (NFS:C), als er von Soulwounder zum zweiten Weltkrieg rekrutiert wird (Spieleinladung zu Call of Duty 3). Kurzerhand beginnt Itchy Sanchez damit, ein wildes Spiel mit Handbremse, Lenkung und den 3 Pedalen zu vollführen, was damit endet, dass der DB9 quer schlitternd über die Leitplanken die geteerte Strasse verlässt, Itchy Sanchez aber kurz zuvor noch mit einer Hechtrolle den Wagen verlassen kann…
Donnerstag 16. November 2006, 2115
Noch mit Tränen in den Augen über den Verlust den in Weiss lackierten Austin Martin DB9, findet sich Itchy Sanchez mit einem Karabiner in der Hand irgendwo in einer Pampa wieder. Aus unerfindlichen Gründen wird auf ihn geschossen. Irritiert vom Geschehen setzten blitzschnell seine Urinstinkte ein – er schiesst zurück, ohne Deckung… was mit einem raschen Tod seinerseits gekontert wird.
Plötzlich erkennt er, dass er nicht alleine ist. Soulwounder, sein alter Kriegskamerad, ist auch auf seiner Seite. Bestärkt durch diese Erkenntnis fängt er an, den Karabiner nicht nur als höchst ineffektiven Kugelschild, sondern auch als Waffe einzusetzen. Zusammen schlagen die beiden so erfolgreich den gleichstarken Gegner (Zahlenmässig! Als Spieler natürlich völlig unterlegen) in die Flucht.
Donnerstag 16. November 2006, 2135
Der Gegner hat das Schlachtfeld verlassen. Feige, wie beide feststellen müssen. Damit nun die sich weiter lösenden Geschosse nicht zu stark den verbündeten Kameraden verletzen, sucht Soulwounder einen weiteren Ort des Grauens (Host).
Donnerstag 16. November 2006, 2136
Der Krieg nimmt kein Ende. Soulwounder hat nur Augenblicke gebraucht, um einen weiteren Schauplatz zu finden. Dort gelten etwas andere Regeln (CTF) und auch der Gegner scheint da etwas „fortgeschrittener“ zu sein. Itchy Sanchez und Soulwounder müssen bald einsehen, dass der treue Karabiner hier nicht mehr ihre Waffe ist und tauschen diesen gegen eine Sanitätstasche. Damit beginnt nun eine Serie von gegenseitigen Heilungen. Irgendeiner der beiden liegt stehts stark blutend irgendwo in der Wiese.
Donnerstag 16. November 2006, 2200
Die Regeln des Krieges ändern schon wieder (DM). Der so lang geschätzte Kamerad scheint plötzlich seine eigene Seite aufgetan zu haben. Irgendwie sind jetzt gar keine Gruppierungen mehr ersichtlich. Itchy Sanchez muss nun schmerzhaft erfahren, dass er alleine hier nicht viel anrichten kann.
Nun aber hat es plötzlich viele Schweizer in der Gegend. Soulwounder und Itchy Sanchez beschliessen, dem allgemeinen Funkverkehr zu lauschen und auch mal eine Meldung so abzusetzen. Beide fanden grossen Gefallen daran. Zumal sie fast die einzigen waren, die die ganze Zeit die Funkfrequenzen blockierten.
Mit der Zeit wurden sie immer stärker (oder die guten Spieler wurden von Ihren Müttern ins Bett befohlen…).
Das Spiel mit Karabiner und Häuserkampf wurde immer lustiger (also für die beiden). Die Gegner nahmen es zum Teil sehr ernst, wann sie von den beiden von einer Camper-Position weg geschossen wurden. Funksprüche wie „ist ja nur ein Spiel“ wurden von Soulwounder öfters abgesetzt.
Und auch wenn Itchy Sanchez mal einen Treffer landete und dabei etwas lachen musste, kam postwendend eine Meldung zurück wie „findest du das etwa lustig?“.
Donnerstag 16. November 2006, 2330
Plötzlich waren es nur noch gut 4 Kriegshelden in der Gegend, diese zum Teil dann auch noch irgendwo zu campen begannen (oder schlafen?), beschlossen unsere beiden Soldaten dann gut 15 Minuten später auch, für heute den Krieg zu beenden.