Tokyo Game Show 2008, Review

Wie nun schon seit fast einem Jahr geplant, sind wir am Samstag nun an einer der grössten Game-Messe gewesen – an der Tokyo Game Show 2008 (TGS08). Die TGS08 findet jährlich in der Makuhari-Messe, welche mit dem Schnellzug von Tokyo aus innerhalb gut 30min erreichbar ist. Das war insofern einfach zu finden, da man einfach nur der riesen Menschen-Masse folgen musste.

Get into the hall

Erwartet wurden für die 4 Tage gut 180’000 Besucher – alleine am Samstag waren es etwas über 70’000. Nun, so wie wir anstehen mussten, scheint dies schon möglich. Wo wir ja auch gleich beim ersten Punkt sind: Anstehen. Wir sind also mal einfach der Menschenmasse geflogt, welche sich dann auch vor der Halle in eine Kolonne stellte, ohne das diese gross organisiert werden musste (Japaner eben). Wir bemerkten aber, dass es dann bald auch noch eine zweite Kolonne entstand, welche an einem komplett anderen Ort endete. Tia, hier waren zwei Kassen für Eintrittsbilette, also blieben wir.

Nachdem wir dann langsam die Kasse erreicht hatten, konnten wir unsere Billete kaufen (1’200¥ pro Person). Aber beim dortigen Eingang durften wir nicht rein: nur für Presse. Ja super, also raus, …in die andere Kolonne stehen. Hier ging es etwas flüssiger zu, was nur noch gut 12-20min dauerte, bis wir dann wieder zu einer Kasse kamen. Wir hätten unsere Tickets also auch dort kaufen können. 

Aber: Total 5 Kassen sind halt schon nicht gerade viele, wenn man mit so vielen Besucher rechnet. Weiter ist es für nicht-japanisch sprechende schon noch schwer, die Anweisungen des Personals zu verstehen, wer wo anstehen soll. Auch die Schilder waren nur in japanisch geschrieben. Daher muss ich für die Organisation der TGS schon mal heftig Punkte abziehen.

TGS, the exhibition

Einmal in der Halle angekommen, gleich dann das nächste Schild (welches wir sogar verstanden): Keine Fotos! Wie jetzt? Wir haben alle unser Equipment mitgenommen und sollen das nun nicht verwenden dürfen? Ach, die da vorne machen auch Fotos, also was solls… weiter gehts.

Ja, auch hier ging es allgemein etwas beengter zu und her, als an einem Autosalon in Genf. Dort hat es am Tag auch so zwischen 60′-70’000 Besucher, ABER verteilt auf gut 105’000qm. Im Vergleich: Die Makuhari-Messe hat eine Fläche von 210’000qm. Das Problem: Die eigentliche TGS findet nur in den Hallen 1-8 statt. Die so zur Verfügung stehende Ausstellungsfläche ist dann noch 54’000qm.

Auch muss ich im Nachhinein festhalten, dass es für mich die Messe von den Ausstellern her unvollständig war. Es fehlten Nintendo, ActivitionBlizzard und auch Ubisoft. Und sicher noch viele mehr, welche man an einem solchen Event erwarten würde. Nintendo hat angekündigt nicht zu kommen (anderes Zielpublikum), Blizzard hat in den Tagen ihre eigene Messe gehalten (BlizzCon) und Ubisoft… ich weiss es nicht.

Highlights

Der Microsoft/XBOX360 Stand gehörte sicher zum besten Stand an der TGS. Dort gab es viele Spiele zu sehen und auch anzuspielen (mit z.T. bis zu 120min Anstehen… nein, wir standen nicht an). Das waren dann aber nicht irgendwelche Kamellen vom letzten Jahr, nein ein Street Fighter IV (welches wir schon im Club Sega sehen konnten) alleine schon war ein Highlight. Dann, dass TEKKEN auch für XBOX erscheint, und auch Trailer von Star Ocean heitzen unser Gamer-Hertz an.

Sony war ebenfalls gut vertreten. Killzone 2, LittleBigPlanet und FinalFantasy XIII (bei SquereEnix) für die PS3 waren sehr interessant, aber auch die PSP konnte mit der neuesten Hardwareauflage PSP-3000 und neuen Games ein schönes Lineup aufzeigen.

Bei Electronic Arts war mein Hightlight Need for Speed Undercover, welches ja auch schon bald erscheinen wird. Dies war natürlich anspielbar, wir aber waren dort etwas abgelenkt (zudem hätte man wieder gut 90min fürs Spielen anstehen müssen).

Biohazard (bzw. Resident Evil) dann schlussendlich konnte mit einem neuen Trailer aufwarten, der bei Capcom dann auch stets in der Dauerschlaufe lief. Auf diesem Spielkonzept hat Capcom dann auch gleich noch zwei weitere Spiele in der Mache (fragt nicht welche, ich habs mir nicht gemerkt).

Resumé der TGS

Es war mal interessant, die TGS zu besuchen. Aber nur wegen der TGS würde ich nicht nach Tokyo reisen. Die Organisation beim Eintritt, das Fehlen wichtiger Publisher und Entwicklerstudios und der von der TGS nicht zu ändernde Nachteil direkt nach der GamesConvention/GamesCom (grösste europäische Game-Messe, August) zu sein, sind gravierende Mängel, welche durch die Highlights nicht negiert werden können.

Ich würde meinen: Nächstes Jahr in Leipzig/Köln an der GamesConvention/GamesCom… wenn sich bis dann dieses androhende Dilema gelöst haben sollte.

Tokyo 08, Teil 7: Hotel ist gebucht!

Unsere Japan-Ferien sind nun einen grossen Schritt weiter: Wir haben ein Hotel für die 2 Wochen. Hierbei war die Verfügbarkeit an Hotels weniger das Problem, als eine Entscheidung für eine Bleibe zu Fällen. Dabei stellten sich diverse Fragen, angefangen bei unserem Budget bis zu der optimalsten Location.

Unsere Wahl fiel nun auf das Keio Plaza Tokyo. Das Hotel ist in der Präfektur Shinjuku. Das andere Hotel, das bis zum Schluss im Rennen war – das Shinjuku Prince Hotel – ist auch in der Gegend. Das Keio Plaza hat aber durch die Verfügbarkeit von Gratis-Internet gewonnen (zumindest in meinem Ranking).

Denn vom Preis und den sonstigen Leistungen waren die beiden Hotels fast ebenbürtig. Sogar das wichtige Argument von Kuschti, dass es ein Italienisches Restaurant im Prince gibt, konnte vom Keio Plaza überboten werden: Es gibt neben einer italienischen- auch eine französische-, eine koreanische-, eine chinesische- und japanische Küche. Wenngleich: Wir fahren ja nicht nach Tokyo, um dort Pizza essen zu gehen!

Ich hab das Hotel nun bei Hotels.ch gebucht, was eigentlich super funktioniert. Bloss…. meine Kreditkarte (und eine KK ist zwingend nötig) hatte Limitentechnisch gewisse Probleme. Das Zimmer für 3 Personen für 13 Nächte kostete CHF 4’002.58. Meine Limite ist tiefer – und zudem ist diese auch schon angebraucht.

Also einfach mal kurz der Kreditkarten-Gesellschaft telefoniert, um das Problem zu lösen. Die waren extrem unkompliziert, hätte mir die Limite ohne weiteres um über 2’000 angehoben. War echt erstaunt. Das hätten die mir einfach so über Telefon gemacht.

Ich wollte aber eben nur diese eine Buchung machen (von welcher sie im System bereits sahen, dass ich es versuchte). Also haben Sie mir temporär die Limite erhöht, ich konnte meine Buchung tätigen und sie haben die Limite wieder zurück gesetzt. Einfach so. Fand ich super unkompliziert.
Ja, und mit dieser Buchung ist es nun definitiv: Unsere Hoteladresse lautet Keio Plaza Hotel, 2-2-1 Nishi-shinjuku Shinjuk, TOKYO 160-8330, Japan.

Unsere nächsten Schritte werden nun noch sein, eine Entscheidung über den RailPass zu fällen und dann unsere Aktivitäten etwas genauer zu planen… und wer weiss, vielleicht finden wir sogar noch Zeit, zu lernen, wie man auf Japanisch ein Bier bestellt (damit wir nicht verdursten)