Tokio 2008

Mal wieder stöbere ich so durch meine Aperture-Library und bin auf dieses Foto gestossen. Irgendwie passt mir das Bild im Moment recht gut, zeigt es doch ein Tokio/Japan, das noch in Ordnung war…

Tokio am Abend

Das Foto entstand während einem Gewitter im Oktober 2008, vom Government Building aus, fotografiert durch eine Glasscheibe. Dachte zwar, dass wenn ich das Objektiv an die Scheibe anlege, es keine Reflexionen geben würde… Und der Grund warum es nie auf Flickr (oder fotocommunity) kam, sind aber genau diese störenden Reflexionen, welche es trotzdem irgendwie schafften ins Bild zu kommen.

UPDATE: interessant… hätte ich nun nicht erwartet, aber 2008 hab ich wohl mehr hochgeladen, als ich das heute tun würde… auf Flickr ist das Original ja vorhanden.

Tokyo Game Show 2008, Review

Wie nun schon seit fast einem Jahr geplant, sind wir am Samstag nun an einer der grössten Game-Messe gewesen – an der Tokyo Game Show 2008 (TGS08). Die TGS08 findet jährlich in der Makuhari-Messe, welche mit dem Schnellzug von Tokyo aus innerhalb gut 30min erreichbar ist. Das war insofern einfach zu finden, da man einfach nur der riesen Menschen-Masse folgen musste.

Get into the hall

Erwartet wurden für die 4 Tage gut 180’000 Besucher – alleine am Samstag waren es etwas über 70’000. Nun, so wie wir anstehen mussten, scheint dies schon möglich. Wo wir ja auch gleich beim ersten Punkt sind: Anstehen. Wir sind also mal einfach der Menschenmasse geflogt, welche sich dann auch vor der Halle in eine Kolonne stellte, ohne das diese gross organisiert werden musste (Japaner eben). Wir bemerkten aber, dass es dann bald auch noch eine zweite Kolonne entstand, welche an einem komplett anderen Ort endete. Tia, hier waren zwei Kassen für Eintrittsbilette, also blieben wir.

Nachdem wir dann langsam die Kasse erreicht hatten, konnten wir unsere Billete kaufen (1’200¥ pro Person). Aber beim dortigen Eingang durften wir nicht rein: nur für Presse. Ja super, also raus, …in die andere Kolonne stehen. Hier ging es etwas flüssiger zu, was nur noch gut 12-20min dauerte, bis wir dann wieder zu einer Kasse kamen. Wir hätten unsere Tickets also auch dort kaufen können. 

Aber: Total 5 Kassen sind halt schon nicht gerade viele, wenn man mit so vielen Besucher rechnet. Weiter ist es für nicht-japanisch sprechende schon noch schwer, die Anweisungen des Personals zu verstehen, wer wo anstehen soll. Auch die Schilder waren nur in japanisch geschrieben. Daher muss ich für die Organisation der TGS schon mal heftig Punkte abziehen.

TGS, the exhibition

Einmal in der Halle angekommen, gleich dann das nächste Schild (welches wir sogar verstanden): Keine Fotos! Wie jetzt? Wir haben alle unser Equipment mitgenommen und sollen das nun nicht verwenden dürfen? Ach, die da vorne machen auch Fotos, also was solls… weiter gehts.

Ja, auch hier ging es allgemein etwas beengter zu und her, als an einem Autosalon in Genf. Dort hat es am Tag auch so zwischen 60′-70’000 Besucher, ABER verteilt auf gut 105’000qm. Im Vergleich: Die Makuhari-Messe hat eine Fläche von 210’000qm. Das Problem: Die eigentliche TGS findet nur in den Hallen 1-8 statt. Die so zur Verfügung stehende Ausstellungsfläche ist dann noch 54’000qm.

Auch muss ich im Nachhinein festhalten, dass es für mich die Messe von den Ausstellern her unvollständig war. Es fehlten Nintendo, ActivitionBlizzard und auch Ubisoft. Und sicher noch viele mehr, welche man an einem solchen Event erwarten würde. Nintendo hat angekündigt nicht zu kommen (anderes Zielpublikum), Blizzard hat in den Tagen ihre eigene Messe gehalten (BlizzCon) und Ubisoft… ich weiss es nicht.

Highlights

Der Microsoft/XBOX360 Stand gehörte sicher zum besten Stand an der TGS. Dort gab es viele Spiele zu sehen und auch anzuspielen (mit z.T. bis zu 120min Anstehen… nein, wir standen nicht an). Das waren dann aber nicht irgendwelche Kamellen vom letzten Jahr, nein ein Street Fighter IV (welches wir schon im Club Sega sehen konnten) alleine schon war ein Highlight. Dann, dass TEKKEN auch für XBOX erscheint, und auch Trailer von Star Ocean heitzen unser Gamer-Hertz an.

Sony war ebenfalls gut vertreten. Killzone 2, LittleBigPlanet und FinalFantasy XIII (bei SquereEnix) für die PS3 waren sehr interessant, aber auch die PSP konnte mit der neuesten Hardwareauflage PSP-3000 und neuen Games ein schönes Lineup aufzeigen.

Bei Electronic Arts war mein Hightlight Need for Speed Undercover, welches ja auch schon bald erscheinen wird. Dies war natürlich anspielbar, wir aber waren dort etwas abgelenkt (zudem hätte man wieder gut 90min fürs Spielen anstehen müssen).

Biohazard (bzw. Resident Evil) dann schlussendlich konnte mit einem neuen Trailer aufwarten, der bei Capcom dann auch stets in der Dauerschlaufe lief. Auf diesem Spielkonzept hat Capcom dann auch gleich noch zwei weitere Spiele in der Mache (fragt nicht welche, ich habs mir nicht gemerkt).

Resumé der TGS

Es war mal interessant, die TGS zu besuchen. Aber nur wegen der TGS würde ich nicht nach Tokyo reisen. Die Organisation beim Eintritt, das Fehlen wichtiger Publisher und Entwicklerstudios und der von der TGS nicht zu ändernde Nachteil direkt nach der GamesConvention/GamesCom (grösste europäische Game-Messe, August) zu sein, sind gravierende Mängel, welche durch die Highlights nicht negiert werden können.

Ich würde meinen: Nächstes Jahr in Leipzig/Köln an der GamesConvention/GamesCom… wenn sich bis dann dieses androhende Dilema gelöst haben sollte.

Tokyo Akihabara oder Mission GPS-Logger

Der Donnerstag war der offizielle Eröffnungstag der Tokyo Game Show 2008 – leider aber nur für Business. Die breite Öffentlichkeit, zu welcher auch wir gehören, darf erst am Samstag rein. Also haben wir zwischenzeitlich Tokyo etwas weiter erkundet.

Am Donnerstag haben wir den Stadtteil Akihabara von Tokyo avisiert. Dort soll das Elekronik-Viertel sein, wo man aber auch geekiges – typsich japanisches findet. Weiter sollen sich in diesem Viertel auch diese verrückt Gekleideten aufhalten.

Dort angekommen aber entpuppte sich das Viertel einfach als Anhäufung von Shops, welche auf elektronische Artikel und Mangas spezialisiert sind. Auch verkleidete Jugendliche konnten nicht ausgemacht werden. Tia, Kuschti wollte sich noch ein GPS-Tagger (Geologger) kaufen. Das müsste ja in dem Viertel kein Problem sein…. dachten wir…

Rein ins erste Geschäft… uns um sehen, zu den SLR-Kameras gehen, weiter umsehen, Geologger suchen, aber eben nicht finden. Dann mal fragen wir halt mal… “GPS? TomTom, Garmin,… aber als Logger? Wozu denn?” Also erklärten wir mal Sinn und Zweck… “ah, mit Software, ja gehen Sie mal in die PC-Abteilung.”. Dort aber wieder nichts. Kuschti musste bis dort auch schon feststellen, dass Lifttüren hier in Japan keinen Einklemmschutz haben…

Nach diversen Geschäften sind wir dann im Yodobashi-Einkaufszentrum angekommen. Das sind ca. 6 Etagen MediaMarkt… grosser MediaMarkt. Und wirklich, nach erneutem Fragen und Erklären, führte uns ein Mitarbeiter zu einer Auswahl von 2 Sony-Geräten. Ok, nicht berauschend grosse Auswahl, aber ok. Gekauft wurde das Teil dann aber nicht, noch nicht…

Also reisten wir wieder ein paar Stationen weiter… nach Ginza. Dort wollten wir noch etwas trinken gehen. Nach etwas rumgeirre standen wir plötzlich wieder vor der selben Bar, wie ein paar Tage zuvor. Wir wollten aber was neues kennen lernen, also gingen wir ein paar Eingänge weiter… “Club…” hörte sich gut an, sah auch gut aus. Aber gerade als wir rein wollten, hielten uns ein paar Typen im Smoking auf “geschlossene Gesellschaft”. Kuschti wurde auch schon von den Gästen gemustert. Wir wusten nicht, in was für ein Treffen wir da rein gelaufen sind, kehrten aber prompt wieder… ein paar Türen weiter fanden wir dann wieder eine gemütliche Bar fürs Feierabendbier.