Tokyo DisneySea Ressort

Wie angekündigt, sind wir am Mittwoch mit den öffentlichen Verkehrsmittel (JR Highway Bus) für 800¥ pro Person von Shinjuku zum DisneySea Ressort gefahren. Eigentlich mit der Idee, dort Free Willy und Co zu treffen, bekamen wir für die 58’000¥ (pro Person) Zugang zu einen kompletten Themen-Park.

Der Bus fuhr um 09:50 Uhr ab, so müssten wir also um ca. 11:00 Uhr vor dem Ziel-Eingang gestanden haben. Will heissen: Der Bus fuhr ja nur bis zum Disney-Ressort Haupteingang. Da wir aber nicht ins DisneyLand wollten, sondern ins DisneySea, fuhren wir mit der (extra zu bezahlenden) Monorail zum anderen Eingang.

Die Monorail fuhr über den Parkplatz, welchen man via Google-Maps schon sieht: Der Platz war nicht gerade rege besucht. Ok, dann müssten also wenig Parkbesucher anzutreffen sein. Auch an der Kasse mussten wir nicht wirklich anstehen. Im Park dann aber waren doch schon ein paar Besucht. Pünktlich zum Eintreffen der Disney-Figuren waren wir drinnen.

Das Wetter wurde dann auch noch etwas besser, was mit der Zeit auch noch mehr Besucher in den Park führten. Dennoch konnten wir stets mit kurzen Wartezeiten auf fast alle Bahnen gehen. Am besten hat uns aber wohl der Tower of Terror und das Indiana-Jones-Theme gefallen (mit beiden Attraktionen). Diese sind wir sogar mehrmals gefahren. 

Es ist sehr beeindruckend zu sehen, mit welcher Detailverliebtheit hier gearbeitet wird. Alles passt, jedes noch so kleine Detail wurde angepasst. Sogar die “Durchgang-Verboten” Schilder begannen blötzlich mit “Ombre…” oder anderso wo nur “Villagers only”. 

Um 20:05 Uhr startete dann eine sehr aufwendig gestaltete Wasser- und Feuer Show, welche es echt in sich hatte. Diese Show wird täglich durchgeführt, was man am investierten Aufwand erkennen konnte. Das abschliessende Feuerwerk um 20:30 Uhr war dagegen etwas schwach.

Danach sind wir wieder mit dem normalen JR-Zug über Tokyo nach Shinjuku zum Hotel gereist (oder waren wir noch auf ein Bier in unserer Stamm-Bar? Ich weiss es nicht mehr…). Ach ja: Hier hats noch mehr Bilder.

Ginza, Shibuya, Club Sega, FastFood und Sake

Die ersten Tage hier in Tokyo haben wir damit verbracht, die Gegend zu erkunden. Und obwohl das eine wohl nie endende Aktivität hier ist (da eine 34 Millionen-Metropole einfach in 2 Wochen nicht ganzheitlich erkundet werden kann), starten wir jeden Tag mit neuer Motivation und finden auch immer bessere Orte.

Am Montag sind wir mit dem Zug zur Tokyo Station (Hauptbahnhof) gefahren – Zugfahren klappt von Tag zu Tag besser. Dort sind wir dann mal nach Ginza gelaufen, was nur wenige hundert Meter neben dem Bahnhof selbst ist. Ginza ist das Einkaufsviertel Tokyo’s… also so Zürich-Bahnhofstrasse-mässig. Dort haben wir dann auch den Apple Store gefunden. Den haben wir zuerst intensiv besucht (alle 4 Etagen) und Kuschti hat sich danach sogar eine Apple AirPort Express gekauft. Damit haben wir nun im Hotelzimmer WLAN.

Danach sind wir mit dem Zug wieder langsam in Richtung Shinjuku gereist, aber in Shibuya (3 Stationen davor) ausgestiegen. Dort mussten wir diese Kreuzung finden, welche zu Spitzenzeiten angeblich von bis zu 15’000 Personen pro Ampelphase überquert wird. Nach ein paar Einkaufsstrassen (und dem zweiten Apple Store) wurden wir dann auch fündig.

Wir wussten aber aus dem Internet, dass es auch in Shinjuku abgehen soll. Bloss ist unser Viertel Nachts so ruhig. Also haben wir im Apple Store in ShiBuya uns noch kurz im Gratis-Internet schlau gemacht, wo das denn sein soll. Es stellte sich heraus, dass Ost-Shinjuku die Vergnügungsmeile ist (was im Nachhinein uns ja schon bekannt hätte sein sollen, da ich das ja sogar selbst hier schon rein geschrieben hatte). Das war kein Kilometer von unserem Hotel entfernt – einfach auf der anderen Seite des Bahnhofs. Dort mal angekommen, gingen wir nach einer Besichtigung des Viertels (“Massage?”) mal ein Bierchen in ner Bar trinken.

Für etwas Aussicht waren wir auf dem Nachbar-Gebäude, dem Tokyo Metropolitan Government Building. Dort arbeiten sage und schreibe gut 13’500 Personen. Im 45 Stock hatte man eine schöne Rundumsicht. Und dieser 45′igste ist irgendwie höher, als der 45′igste unseres Hotels…

Zwischenzeitlich haben wir aber auch ein paar nette Viertel in “West”-Shinjuku kennen gelernt. So waren wir gestern im Club Sega. Das ist eine (von mehreren) Spielhöllen, wie wir sie nicht mehr kennen. Das waren 3 Etagen voll mit Arcade-Automaten, welche zum Teil auch ganz arg fortgeschritten waren (Touch-Screen, Spielkarten-Erkennung,…). Es waren aber auch ein paar Klassiker zu finden (House of the Death). Unterhalten kann man sich dort drin eigentlich auch nicht mehr, da alles “etwas” laut ist.

Dann waren wir in einem Gamer- und Spielwarenhaus. Dort haben wir auch das Spiel Wii Music gefunden, von welchem ich in der Schweiz noch nie was gehört habe. Kommt aber angeblich auch bei uns Mitte November raus (@DAT: sieh es dir an).

Danach suchten wir wieder eine Bar auf, wo wir uns zuerst ein Bierchen gönnten. Nach gelöschtem Durst bestellten wir uns noch ein “Hot and Spicy Chicken“, was für Kuschti als kulinarisches Experiment gewertet wurde (Pickles waren ihm nicht ganz geheuer). Es stellte sich aber als einfaches gewürztes Hühnchen heraus. 

McDonnalds gibts hier echt an jeder Ecke mindestens einmal. StarBucks gibts auch recht viele. Und Kuschti hat so einen optischen Trigger, der sieht einen McDonnalds schon, wenn er nur eine  Teil-Spiegelung des M’s in einer Wasserpfütze im Sichtfeld hat. 

Gestern Abend sind wir dann in der Sky-Lounge unseres Hotels (45′igste Etage) noch einen Schlummerdrink nehmen gegangen. Kuschti und ich bestellten uns mal Sake – heiss.

Ist etwas gewöhnungsbedürftig, das Zeug, muss ich auch zugeben. Vorallem hatte man bei der getrunkenen Version immer so einen Geschmack von Fondue in der Nase. Sehr eigenartig. Kostentechnisch hingegen war das Bier von Markus nur gut 1 Fr. billiger als unser Sake. Aber ein 10 Fr. Bier hat wahrscheinlich auch was…

Heute ist das Wetter hier nicht so toll. Gestern hat es am Abend schon geregnet, heute könnte es auch noch zu einem Wolkenbruch kommen. Wir werden uns daher nun mal zum Disney SeaWorld begeben – so als Schlechtwetter-Programm.

Allgemein gilt: Schaut euch auf Flickr noch weitere Bilder an. Dort hat es von Markus und Pascal und mir noch mehr Impressionen.

Tokyo, die Anreise

Am 04. Oktober startete bekanntlich unter Swiss-Flug nach Narita Tokyo, Japan. In Zürich Kloten aber merkten wir plötzlich, dass unser Stromversorgungskonzept einen gravierenden Fehler hat: Mein Reiseadapter hat nur einen Eingang für 2 Phasen, aber wir haben Netzteile für zT 3 Phasen dabei. Ok, also noch schnell in die Migros ein passendes Stück holen. Danach aber das verdiente Abreisebier.

Wir starteten um ca 1300 Uhr und kamen Ortzeit ca 07:15 Uhr am darauf folgenden Tag an (7 Stunden Zeitverschiebung). Die Plätze vor dem Notausgang sind wirklich super (danke an Markus). Da hat man echt viel Beinfreiheit – konnte meine Beine voll durchstrecken und es wäre noch mehr Platz da gewesen. So liesen sich die ca 11h Flug gut aushalten.

Essenstechnisch hätte es zwar besser sein können (wenn ich gefragt werde, ob ich Hühnchen oder Ravioli will und ich mich für Hühnchen entscheide, dann wäre es schon toll, wenn da auch eine Menge besagten Tieres drin wäre, welche diese Frage berechtigt.), aber sonst war der Flug sehr ruhig. Mit dem Entertainment-System konnte man sich die Zeit ebenfalls etwas verkürzen. Bloss Schlaf fand ich in erwartungsgemäss nicht.

In Tokyo angekommen ging es als erstes mal darum, unseren RailPass einzulösen. Also stellten wir uns mal in die Reihe der wartenden Touris an. Die Wartezeit konnte mit dem Studium des Bahnnetztes in Tokyo (ohne U-Bahn) verkürtzt werden

Danach stärkten wir uns dann mal im nächsten StarBucks bevor wir uns auf die über 1h lange Zugreise vom Flughafen in die Stadt machten. Im Starbucks aber schon die erste Erkenntnisse: Einerseits wären wir voll aufgeschmissen, wenn da die englischen Begriffe fehlen würden und andererseits ist das Zeug hier ja billiger als in der Schweiz!

Dann übten wir noch etwas mit den Prozessen von Zügen (Stichwort: Only for reservated Seats) bevor wir dann endlich in einem fast leeren Zug in Richtung Shinjuku reisten. In Shinjuku ist unser Hotel, das Keio Plaza.


Dass an diesem Bahnhof an normalen Tagen bis zu 3.5 Millionen Menschen täglich verkehren, haben wir am Sonntag noch nicht gewusst. Von da waren es dann noch gut 5min. zu Fuss (also nachdem man den Bahnhof mal verlassen hatte) und wir hatten das Tagesziel erreicht. Leider war es aber noch etwas zu früh für den Check-In, daher gingen wir dann noch etwas essen. Der Burger-King um die Ecke bot uns da noch etwas nicht zu kulinarische Kost… Danach gingen wir dann auf unser Zimmer, wo wir kurz darauf einschliefen – mitten am Nachmittag.

Ich könnte nun noch schreiben, was wir heute (bzw. auch schon wieder gestern) so erlebt haben, aber so langsam gibts hier Lichterlöschen (Ortszeit: 05:17)