Wii Fit bin ich eigentlich?

Wie schon in ein paar Posts angesprochen, habe ich per Anfang Juli mein Konsolen-Lineup zu Hause vervollständigt – also eine Nintendo Wii neben die PlayStation3 und die Xbox360 gestellt. Mit der Wii selbst kam ja das Spiel Wii Sports noch mit, welches mir schon ein paar “Feedback” in Form von Muskelkater gegeben hat. Baseball und Tennis machen riesig viel Spass – Boxen verlangt etwas mehr Kondition…

In der Lieferung von WoG war aber neben der Konsole selbst auch gleich noch mein erstes effektives Zubehört zur Wii (Spiel wird man das wohl nicht nennen): Nintendo Wii Fit.

Um was es sich bei diesem “Spiel” handelt, dürfte ja niemanden mehr unbekannt sein: Es gibt eine Art Waage, welche sehr sensibel mittels vier Messpunkten die Gewichtsverlagerungen wahr nimmt. Diese Waage – eigentlich Wii Balance Board genannt – ist dann das Gerät, welches der Software ein Feedback gibt, wie gut man die jeweiligen Übungen erledigt.

Ich lasse es mal, zu beschreiben, was für Übungen man da macht. Das kann sich jeder in diversen Videos bei Nintendo selbst oder auf YouTube ansehen. Viel interessanter ist wohl: Was bringt es unter dem Strich? Ich war vor Wii Fit der klassische Informatiker/Antisportler, der lieber zockte, als sich sportlich zu betätigen. Mit Wii Sports/Fit hab ich nun einen zielgruppen-gerechten Start mit Sport machen können. Denn ich zocke, und bewege mich dabei etwas – mit Wii Sports. Mit Wii Fit wird der Bewegungsanteil einfach noch gezielter angegangen. Eine gewisse Grundmotivation muss natürlich vorhanden sein, sonst nützt auch Wii Fit nichts.

Was es bei mir in den letzen 2 Wochen brachte? Gewichtsmässig hat sich unter dem Strich nicht so viel verändert. Fitnessmässig aber bringt mich jeder Tag erneut ins Staunen. Klarstes Feedback: Es gibt ein Jogging-modus, mit welchem ich fast täglich mein Joga- und Muskeltraining abschliesse.  Wo ich anfangs schon nach der kleinen Runde (gut 3min) sehr erschöpft war, kann ich heute 30min Joggen (die ersten 5min bringen mich nicht mal mehr zum Schwitzen) und erhole mich danach in erstaunlich kurzer Zeit wieder. Gemäss Wii Fit bin ich soeben in den 30min 7,576km gelaufen. Aber Wii Fit motiviert mich noch zu mehr: Ich bin nun auch gewillt, das Joggen auszubauen – in the real world. (@softec-jogging-team: Nein. Alleine find ich es entspannender, da ich mein Tempo und mein Rhythmus laufen kann)

Ich werde sicher auch weiterhin mich mit diesem Teil beschäftigen – ich habe mir aber zwischenzeitlich auch noch andere Spiele für die Wii besorgt: Meteorit Prime und Zelda. Super Mario Galaxy wird später sicher auch noch angeschafft, wenn ich dann mal neben dem Sport auch wieder mal zocke… ;-)

Mission Possible: Get an iPhone 16GB

Wie so mancher auf dieser Welt, gab es heute am 11. Juli 2008 auch für mich nur wirklich etwas, was von Bedeutung war: Ein iPhone kaufen gehen. In weiser Vorahnung hab ich mir dazu auch gleich den Vormittag frei genommen.

Kuschti machte den Vorschlag, dass wir heute um 0500 Uhr doch im Swisscom Mobile Shop anstehen gehen könnten. Das anfängliche Unverständnis meinerseits wich schnell einer Zusage – vorerst aber nur provisorisch. 

Denn ich dachte mir, sei schlau uns reservier dir doch einfach so n’Teil. Also schnell dem Shop telefonieren. Doch wurde mir zusammen mit der Aufnahme meiner Reservierung auch gleich mitgeteilt, dass die Personen, welche am Morgen auf der Matte stehen Vorrang hätten. Sprich: Reservieren geht nicht.
Mit dieser Antwort steigerte sich bei mir also schon mal die Motivation, am Freitag etwas früher aufzustehen und mich diesem Massentreiben hinzugeben. Aber noch gab ich nicht auf. Ich kontaktierte einen Kollegen, der in einem Mobile-Shop arbeitet. Ich wollte mir bei ihm ein Gerät so reservieren, was dort in der Theorie auch möglich gewesen wäre, wenn er dann genügend 16GB Geräte bekommen hätte. Also auch nichts mit Reservierung in einem zweiten Shop.

Damit war es nun definitiv: Wecker stellen, und schon brav anstellen gehen, in der Hoffnung so noch ein iPhone zu erwischen. Ein weiterer Kollege – nennen wir ihn Beat – teilte mir so nebenbei in einem Mail dann noch mit, dass er heute um 0500 Uhr für ein Gerät anstehen gehe. Nun, dachte ich mir, wenn sogar Beat anstehen geht, dann wird es bestimmt noch viele weitere Typen geben, welche sich vor Sonnenaufgang zu einem SCM-Shop begeben.

Also war es nun definitiv: Stell den Wecker einfach noch früher! Dann erhöhst du deine Chancen. Mein Wecker (iPhone erster Generation) wurde also auf 0300 Uhr gestellt, so dass ich ca. 0400 Uhr in Luzern sein konnte.

Was empfiehlt sich, wenn man früher aufsteht? Richtig, man geht früher ins Bett, damit man ansatzweise genügend Schlaf kriegt. Das alleine wäre auch nicht das Problem gewesen, aber ich habe am Vorabend noch mit meiner Wii-Konsole “gespielt”. Als ich dann schlafen ging, hatte ich aber EXTREMEN MUSKELKATER, wie schon lange nicht mehr (Bericht der Wii folgt). Diese körperlichen Beschwerden verhinderten dann einen geruhsamen Schlaf… netto werde ich etwa 2h effektiv geschlafen haben…

Nun gut, Wecker ging los, ich stand auf, nahm noch ein kleines Frühstück zu mir und begab mich dann in Richtung Luzern. Auf dem Weg vom Bahnhof-Parking zum Shop waren sehr wenige Leute unterwegs – kein Wunder, war es doch etwa 0415 Uhr. Mich überkam das Gefühl, dass ich wirklich der erste sein könnte – also der einzige Depp in der ganzen Zentralschweiz, der wegen einem Telefon sich so früh aus dem Bett quälte.

Diese Befürchtung wurde aber beim Shop schnell negiert. Da waren schon gut 15 Andere, welche Teils mit Matratzen und Stühlen auf die Ladenöffnung warteten. Ok, 15 dachte ich mir, 15 sind genügend wenig, dass ich ein iPhone bekommen sollte.

Es wurden immer mehr, so gegen 0500 Uhr kam dann auch Beat und Kuschti fand sich dann auch noch etwas später ein (hatte technische Probleme…). Als dann aber eine TeleTell-Reporterin auftauchte, kam plötzlich Stress in der Masse auf – obwohl es noch eine Stunde zur Ladenöffnung hin war (0530)…
…und die ganze Reihenfolge war dahin. Als der Shop dann endlich öffnete, konnte ich mir das Ticket Nr. 31 ziehen. Ok, 31 müsste reichen, um irgendein 16GB Gerät erstehen zu können… aber… Pustekuchen. Just einer vor mir bekam das letzte iPhone dieser Grösse. Super. 

Was jetzt? Anderer Shop! Taktische Wahl: Emmencenter, dort hat es Total 4 Shops, welche Mobiltelefone verkaufen. Gesagt getan, und um 0800 Uhr waren wir dort. Natürlich waren Kuschti und ich nicht die Ersten (ach ja, Beat hat sich dann ein 8GB in Luzern gekauft). Aber es waren erst 6 andere dort.
Als dann endlich dieser Laden um 0900 Uhr öffnete konnte ich mir das Ticket Nr 12 ergattern. Damit war es dann möglich, ein weisses 16GB iPhone zu ergattern (Schwarze sind wieder just vor mir ausgegangen – aber ich hätte wahrscheinlich eh das Weisse genommen).

FAZIT: Hätte man es gewusst, hätte man sich die Übung in Luzern sparen können und gemütlich gen. 0900 Uhr in Emmen eintreffen können. Aber ja, im Nachhinein ist man immer schlauer. Aber man trifft interessante Leute in so einer Warteschlange. Insofern war es irgendwie witzig, aber auch einfach extrem geekig. Es gab Passanten, welche diese Menschenmenge sogar fotografierten (“seht euch die Deppen an.. wegen einem Telefon…tztztz” stand deutlich in deren Gesichter).

Warum ich jetzt am Mac einen Blog schreibe und nicht am iPhone rum spiele? Tia, wenn der Akku leer ist, geht das schwer. Es lädt gerade wieder…