Gears of War 2

Nachdem ich die Horde bis zur Stufe 50 mit Kuschti und noch zwei Kumpels bereits vor ein paar Tagen erlegt habe, haben ScratG und ich gestern nun im Coop-Modus die Story des Xbox360-Spiels Gears of War 2 durch gespielt. Der ideale Zeitpunkt also, um ein Review über das Game zu fällen. Um es gleich vornweg zu nehmen: Gears of War 2 ist wohl der Action-Hammer des Jahres 2008.

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Der erste Teil hob die Latte für Action Spiele auf ein ganz hohes Mass. Daher war ich etwas skeptisch, ob man das noch überbieten konnte. Grafik, Sound und Story waren in Teil eins scheinbar unüberbietbar. Bei den ersten beiden Kriterien habe ich mich wohl geirrt – die Story aber lässt mir Raum zur Kritik… dazu aber später.

Worum gehts: Die Locust sind eine Spezies, welche nicht als Aliens aus dem All erscheinen, sondern aus dem Erdinnern die Oberfläche erobern wollen. Das führt natürlich zu Konflikten mit den Menschen. Zeitlich spielt sich das Ganze irgendwo parallel zu uns ab. Gebäude sind sehr massiv aus Stein gebaut – einem gotischen Stil nachempfunden, oder sonst so einem Baustil, Korrekturen erlaubt ;-). Technisch hingegen ist man weiter als unsere aktuelle Gegenwart.

Im Vergleich zum Vorgänger fällt auf, dass die Grafik nochmals einen ganzen Happen nachgelegt hat. Es erstaunt, was alles aus einer 3-jährigen Konsole rausgeholt werden kann. Auch akkustisch hat man als Zocker einen heiden Spass, wenn bombastische Viecher durch die Gegend stampfen. Eine Euphorie, welche von meinen Nachbarn aber wohl nicht geteilt wird. Schraubt man aber den Subwoofer zurück oder verzichtet gar komplett auf ein Home-Cinema geht viel von der Athmosphäse verloren. Also immer schön aufdrehen.

Spieltechnisch kannte man bereits aus dem Vorgänger den genialen Koop-Modus. Komme ich irgendwo nicht weiter, weil sich mein KI-Kollege nicht so verhält wie ich es gerne hätte, kann ich einfach ein Kollege einladen, der mich fortan bei der Story begleitet. Das muss dann nicht unbedingt einfacher gehen (erinnere mich an den Bombentransport), aber ich kann mich via Headset mit dem Kollegen abstimmen.

Der Multiplayer-Modus war für mich im  ersten Teil eher enttäuschend. Er war mir zuwenig abwechslungsreich, nicht wirklich flüssig genug und daher zu wenig motivierend. Das scheint wohl auch der Hersteller Epic erkannt zu haben und hat in Teil 2 den Multiplayer-Part stark ausgebaut. Horde im Speziellen hat mich schon ein paar Stunden gefesselt, da man im Koop gegen ansteigende Gegnerwellen antritt.

Dann aber zu meinem Kritikpunkt: Story (Achtung: Spoiler). In allen Reviews liest man, dass auch die Story genial und besser geworden sei. Ich hab das Spiel wie gesagt nun ja mal durch gespielt. Aber ich hab immer noch diverse Fragen, welche mir nicht beantwortet wurden. Ich treffe Menschen im Verlauf des Spiels an, welche von den Locust in Kammern festgehalten werden. Jene, welche befreit werden, sind aber ganz grau, in meinen Augen auch schon leicht “mutiert”. Ich treffe die Königin, deren Kopf sehr menschlich aussieht. Diese flieht aber und lässt ihren Lakaien auf uns los. Nach der Flut, als der Abspann läuft, frage ich mich dann aber, wo jetzt die Königin geblieben ist. Hier hätte ich mir noch einen Bosskampf erhofft. Auch irgendeine Auflösung der mutierenden Menschen zu Locust hätten die Story doch viel besser abgerundet. 

Klar könnte man nun einfach sagen, dass dies Spielraum für einen dritten Teil offen lässt. Vergleicht man aber die Stories der beiden Teile nun mal, muss ich unter dem Strich feststellen, dass der Teil 1 seine Aufgabe als Geschichten-”Erzähler” besser gemacht hat. 

Unter dem Strich bleibt aber ein Konsoltentitel, der jedem erwachsenen Spieler (das Spiel geht aber nicht mit gerade sparsam mit der roten Suppe um) nur zu empfehlen ist. Das Spiel hat bis zum Ende eine dichte Athmosphäse mit vielen Abwechslungen und Ideen, welche man so noch nie in anderen Spielen gesehen hat. Die Story-Kritik/-Enttäuschung kommt erst beim Abspann auf.

Xbox.com in neuem Gewand

Ist das die unmissverständliche Art von Microsoft, mir zu sagen, dass ich vielleicht mit meinen Feeds nicht mehr ganz up-to-date bin, oder warum erfahre ich erst jetzt, wo ich die Xbox Site mal wieder besuche, dass da starke Veränderungen vollzogen wurden.

Nun, aber ich finde es eine gute Verbesserung. Nun sehe ich noch viel schneller, wer von meinen Freunden online ist und muss nicht mehr zuerst die Freundesliste anklicken. 

Aber im Moment glaube ich eher, dass mir da gewisse Informationen verborgen bleiben… ist halt doch arg weniger, als früher. Aber das ist sicher nur der subjektive erste Eindruck. Da werd ich mich sicher noch dran gewöhnen…